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Ernst Wachler

Ernst Wachler. Es gab einmal eine Zeitschrift in Deutschland, die sich »Die deutsche Heimat« nannte und einer bestimmten Art von Lyrik als Aufnahmestätte diente. Die Zeitschrift ging bald zugrunde, aber die Richtung blieb. Unter den wackeren Fortsetzern dieser Richtung ist Ernst Wachler (geb. 1871 zu Breslau, lebt in Weimar) zu nennen, der neben ziemlich eng gesehenen ästhetischen Betrachtungen auch eine gute Menge teutonisierender Gedichte und Szenen geschrieben hat. Wachler liebt es, unter abgebrauchte lyrische Gemeinplätze als Würze Prosaismen und sprachliche Gewaltsamkeit zu mischen, um so den Eindruck der Frische und Urwüchsigkeit zu erwecken. Auch seine Prosastücke sind unerträglich langweilig und unkünstlerisch. 1903 veröffentlichte er seine Sammlung »Unter der goldenen Brücke« (Gedichte und künstliche (!) Prosa).

V. H.


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