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Paul Schlenther

Paul Schlenther. Als eine von den wenigen sympathischen Erscheinungen in der modernen Kritikerwelt führt sich Paul Schlenther, geb. zu Insterburg 1854, lebt in Wien, ein. Er begann mit germanistischen Arbeiten wie »Frau Gotsched und die bürgerliche Komödie«, um sich später der fruchtbareren journalistischen Tätigkeit zuzuwenden. 1898 wurde er Direktor des Hofburgtheaters in Wien. In beiden Eigenschaften leistete er der modernen Bewegung wertvolle Dienste; er war einer mit unter den Förderern der freien Bühne. Als Resultat seiner dramaturgischen und kritischen Tätigkeit verzeichnet er zahlreiche geistvolle und gut geschriebene Essays und Broschüren. Sehr bekannt geworden ist sein Buch über »Gerhart Hauptmann«, eine der sehr wenigen guten Arbeiten, die wir über diesen Dichter besitzen. Außerdem seien genannt: seine Monographie »Bernhard Baumeister« und die Übersetzung von Holbergs »Dänischer Schaubühne«. Er ist ferner der Herausgeber von »Das 19. Jahrhundert in Deutschlands Entwicklung« und der deutschen Gesamtausgabe der Werke Ibsens.

Dr. B.


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