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Hermann Grimm

Hermann Grimm, geb. 1828 zu Kassel, starb 1903 in Berlin, wo er lange Jahre hindurch an der Universität Professor der Kunstgeschichte war. Grimm würde sich, selbst wenn er nur das eine Buch »Leben Michelangelos« geschrieben hätte, einen bleibenden Platz in der deutschen Literaturgeschichte erobert haben. Denn sein Michelangelo ist nicht allein eine hervorragende künstlerische Monographie, sondern es ist auch ein Bild der Renaissancekultur, dem sich wenige zur Seite stellen können. Von seinen weiteren kunst- und literaturhistorischen Werken verdienen Beachtung: »Essays«, »Neue Essays«, »Zehn ausgewählte Essays«, »Fünfzehn Essays«, sein ausgezeichnetes Werk über »Goethe« und seine »Homerstudien«. Grimm war eine vornehme, zurückhaltende Natur; sein Stil ist wundervoll persönlich, sein Urteil ein sehr feinsinniges, seine Darstellung farbensatt. Alle diese Eigenschaften zeigen auch seine Dramen »Traum und Erwachen«, »Demetrius« usw., seine »Novellen« und sein eigenwüchsiger, tiefer Roman »Unüberwindliche Mächte«. – Er war ein Großer.

Dr. B.


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