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Peter Nansen

Peter Nansen. In Deutschland viel gelesen und anerkannt wurden die feinen Stimmungsmalereien des Dänen Peter Nansen, geb. 1861 zu Kopenhagen, gest. 1904 ebenda. Er wählt mit Vorliebe erotische Elemente zur Grundlage seiner Romane und Novellen und versteht es, mit viel Grazie und Liebenswürdigkeit in manches einzuweihen, was bei anderen besser innerhalb der Grenzen des Ehebettes bleiben sollte. So gelang ihm in seiner »Maria« ein Buch, das nicht nur so mancher älteren Backfischlektüre Konkurrenz gemacht hat, sondern auch bei ernster Denkenden mit Recht Anerkennung fand. Auch sein »Gottesfriede«, ein seltsames, von einer verhaltenen Wollust erfülltes Buch, hat Stellen von wirklicher poetischer Schönheit, wenn auch das Detail der Psychologie und die breit ausgesponnene Szenerie im allgemeinen ermüdet. In »Julies Tagebuch«, einer jüngeren Arbeit des Dichters, bricht sich der Realismus zu deutlich Bahn, doch ist gerade diese Arbeit in der Komposition geschlossener, als es sonst bei Peter Nansen der Fall ist.

Dr. H. E.


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