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Karl Busse

Karl Busse, geb. 1872 in Lindenstadt, lebt in Berlin. Er galt und gilt noch in weitesten Kreisen als einer unserer beliebtesten Lyriker, obwohl er fast nichts eigenes hat. Seinen Erfolg hat er wohl den wirklich oft guten Bildern zu verdanken, so daß seine Gedichtsammlungen »In junger Sonne«, »Stille Geschichten«, »Neue Gedichte« und »Vagabunden« starke Verbreitung fanden. Busse, ein gewandter Formalist, ist ein moderner Emanuel Geibel: kein Dichter, aber ein tüchtiger Formkünstler. Innerlich hat er etwas vom ewigen »Jünglingstum«, das auf die Dauer recht abgeschmackt wirkt. Seine Prosa (der Roman »Jugendstürme« und die Sammlung »Träume«) ist wenig wertvoll: sie hat unerträgliche lyrische Breiten und ist mit sentimentalen Stimmungen übersättigt.

Dr. B.


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