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Hermann Hesse

Hermann Hesse, geb. 1877 in Calw, lebt ebenda. Hesse debütierte mit »Romantischen Liedern«, denen bald »Eine Stunde nach Mitternacht« und »Hermann Lauscher« folgte. Bekannt machte sich Hesse mit seinem Romane »Peter Camenziend«, der seinen Erfolg wohl einem ähnlichen Symptome verdankt, wie Frenssens »Jörn Uhl«. – Steckt doch in fast jedem Deutschen ein gut Stück Philistertum, und dieses Element war seit den Tagen des seligen Herrn »Lebrecht Hühnchen« von Seidel nicht mehr angeschlagen, von der Literatur so gar nicht mehr berücksichtigt worden. Frenssen und auch Hesse ließen diese Saite wieder anklingen – – daher ihr großer Erfolg! Hesse ist, wie der holsteinische Pastor, wie die Lienhard, Weigand, Wachler, Vogler-Diederichs u. a. ein echter »Heimatskünstler« mit ihren paar guten und den vielen schlechten, durchaus kulturrückschrittlichen Seiten. –- Auch in seinem neuesten Romane »Unterm Rad« zeigt das Hesse wieder; er schildert einen Schüler, der an – – Schulüberbürdung zugrunde geht: ein Stoff, der für eine Broschüre ausgereicht hätte, zu einem Romane viel zu gering ist, zumal auch das »Wie?« durchaus nicht für den Mangel des »Was?« entschädigt.

Dr. B.


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