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Rudyard Kipling

Rudyard Kipling, geb. 1865 in Bombay, lebt in Indien. Kipling ist gewiß der beste – literarische – Kenner Indiens, das seinem Talente eine schier unerschöpfliche stoffliche Fundgrube bot. Erst war er nur in Indien bekannt, doch drang sein Ruf bald – 1890 – in das Mutterland England, um sich dann im Fluge über die ganze Welt zu verbreiten. Wenn er auch in keinem seiner Bücher die Tiefe des Holländers G. Douwes Dekker (siehe Multatuli) erreicht hat, der, in Holländisch-Indien lebend, eine ähnliche Welt für seine Feder fand, so hat doch Kipling manches geschaffen, was seinen Namen dauernd machen wird. Sein Blick ist weit, seine Intelligenz sehr scharf, sein Auge das eines Malers (wie er auch der Sohn eines Malers ist). Wie in alle Sprachen, so ist Kipling auch ins Deutsche übertragen worden; am bekanntesten sind geworden: sein prächtiges »Dschungelbuch« und seine entzückenden »Kindermärchen«, die er selbst illustriert hat. Von anderen Büchern des originellen Verfassers seien »Wee Willie Winkie«, »Drei Soldaten«, »Schwarz und Weiß«, »Viele Erfindungen« erwähnt, die alle durchaus Beachtung verdienen.

Dr. H. E.


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