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Hermann Stehr

Hermann Stehr. Als Landsmann Gerhart Hauptmanns, von diesem kritisch anerkannt und in die Literatur eingeführt, lernten wir Hermann Stehr (geb. 1864 zu Habelschwerdt, lebt in Dittersbach) kennen. Leider hat sich dieser konsequente Naturalist nicht entwickelt, ist vielmehr wie nur wenige in den Extremen dieser Richtung stecken geblieben. Er begann erst 1898 mit seinen Novellen »Auf Leben und Tod«, ist also gewissermaßen eine atavistische Erscheinung. Doch muß ihm zuerkannt werden, daß er in den Grenzen seiner Art oft glänzend zu wirken versteht; er hat Temperament und gewiß auch Technik. Dem Roman »Leonore Griebel« folgte in jüngster Zeit »Der begrabene Gott«, für den manche Kritiker viel übrig haben, und der auch tatsächlich eine starke Talentprobe darstellt. Gänzlich verfehlt ist das Schauspiel »Meta Konegen«.

V. H.


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