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Wolfgang Kirchbach

Wolfgang Kirchbach, geb. 1857 in London, lebt in Paris. Ein Moderner, obwohl er, stets seinen eigenen Weg gehend, die revolutionäre Bewegung der letzten achtziger Jahre nicht mitgemacht hat, ist er – neben dem merkwürdigen Wilhelm Walloth – der einzige, den die Sturmflut des modernen Gedankens nicht von der Bildfläche weggeschwemmt hat. Kirchbach hat einen feinen ästhetischen Takt, seine Eigentümlichkeit ist etwas Seltenes, Bizarres, das fast immer den Untergrund seiner Stoffe abgibt. Oft gelingt es dem geistreichen Schriftsteller, aus den absonderlichsten Ideen ein Kunstwerk zu formen, oft aber schlägt er auch ganz daneben; gewiß ist, daß er eine ureigene Künstlernatur ist. Er schrieb »Salvatore Rosa«, ein Künstlerroman, 1880, »Kinder des Reiches« 1883, »Der Weltfahrer« 1891, »Das Leben auf der Walze« 1893. Seine dramatischen Arbeiten sind oft verfehlt, alle aber durchaus modern empfunden, wie »Waiblinger«, »Die letzten Menschen«, »Warum Frauen die Männer lieben«, »Des Sonnenreiches Untergang« u. a. m.

Dr. B.


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