Friedrich Hebbel
Gedichte
Friedrich Hebbel

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Der Phönix

        Bist du selber, o Mensch, der Phönix, von welchem du träumtest,
    Daß ihn die Flamme verjüngt? Innig beklagt' ich dich dann,
Daß man aus feuchtem Holz den Scheiterhaufen dir türmte
    Und in regnichter Nacht gar in den Brand ihn gesteckt.
Anfangs zwar schürt Amor das Feuer, er hat es entzündet,
    Lustig prasselt es auf, doch er versäumt es zu bald,
Nun erlischt es, du liegst auf toten Kohlen, die Winde
    Sausen, der Regen tropft, und du erstarrst und erfrierst.

 


 


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