Friedrich Hebbel
Gedichte
Friedrich Hebbel

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Knabentod

        Vom Berg der Knab',
Der zieht hinab
    In heißen Sommertagen;
Im Tannenwald,
Da macht er Halt,
    Er kann sich kaum noch tragen.

Den wilden Bach,
Er sieht ihn jach
    Ins Tal herunter schäumen;
Ihn dürstet sehr,
Nun noch viel mehr:
    Nur hin! Wer würde säumen!

Da ist die Flut!
O in der Glut,
    Was kann so köstlich blinken!
Er schöpft und trinkt,
Er stürzt und sinkt
    Und trinkt noch im Versinken!

Das Lied ist aus,
Und macht's dir Graus:
    Wer wird's im Winter singen!
Zur Sommerzeit
Bist du bereit,
    Dem Knaben nachzuspringen.

 


 


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