Friedrich Hebbel
Gedichte
Friedrich Hebbel

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Ein Weizenfeld

      Weil es die Ähre verschmäht, sich mit der Farbe zu zieren,
    Hat die Natur ihr den Mohn dich an die Seite gestellt;
Jener hat sie die Kraft vertraut, den Menschen zu nähren,
    Diesem verlieh sie den Reiz, welcher sein Auge erfreut.
Jene frage drum nicht: wieder sprießen dir nützliche Körner?
    Oder diesen: wo trägst du den erquicklichen Schmuck?
Wenn die eine uns fehlte, so könnten wir freilich nicht leben,
    Aber wir möchten es nicht, wäre der andre nicht da!

 


 


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