Friedrich Hebbel
Gedichte
Friedrich Hebbel

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            Zu Pferd! Zu Pferd! Es saust der Wind!
    Schneewolken, düstre, jagen!
Die schütten nun den Winter aus!
Zu Pferd! Zu Pferd! Durch Saus und Braus
    Die heiße Brust zu tragen!

Mit krausen Nüstern prüft das Roß
    Die Luft, dann wiehert's mutig;
Nur wie ich herrsche, dient das Tier,
Ein Druck: von dannen fliegt's mit mir,
    Als wär' mein Sporn schon blutig.

In meinem Mantel wühlt der Wind,
    Er raubt mir fast die Mütze;
Ich hab ihn gern auf meiner Spur,
An seiner Wut erprob ich's nur,
    Wie fest ich oben sitze.

 


 


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