Friedrich Hebbel
Gedichte
Friedrich Hebbel

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Sommerbild

          Ich sah des Sommers letzte Rose stehn,
    Sie war, als ob sie bluten könne, rot;
Da sprach ich schauernd im Vorübergehn:
    So weit im Leben, ist zu nah am Tod!

Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,
    Nur leise strich ein weißer Schmetterling;
Doch, ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag
    Bewegte, sie empfand es und verging.

 


 


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