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82. Wer hyrn ist, der wird nymer sat

Fehlt Wa und ist mir auch sonst bei Luther nicht begegnet. Das Sprichwort scheint der Fabel vom Esel zu entstammen, der verschiedenen Brüdern zu abwechselndem Gebrauch vererbt wurde und kein Futter bekam, weil jeder glaubte, der andere werde ihn schon gefüttert haben. Nachgewiesen wird die Fabel durch Gödeke bei Boner 89; Pauli 375; Kirchhof 7,125; Bernardino 25; Luthers Tischreden 16 zu NS 18 Von dienst zweier herren, wo es am Schluß heißt:

Der esel starb und wart nie satt,
der all tag nue herren hatt.

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