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Schlußgedicht

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Wem es beschieden ist,
Bleib an des Rheines Strand!
Nirgend hienieden ist
Doch ein so feines Land.
Männer und Mägdelein,
Kenner von echtem Wein
Schenken ein.

Alte Colonia,
Ewiger Sitz der Lust!
Tranken wir Bowle da,
Sprüht' es von Witz und Lust.
Selber die Kellnerin
War eine Kölnerin
Froh bewußt.

Bonn, wo der alte Arndt
Hoch von dem alten Zoll
Vor dem Veralten warnt,
Was nie veralten soll:
Liebe des freien Manns,
Liebe des eignen Lands,
Vaterlands.

Drüben in Rüdesheim
Soll gut Geläute sein Wo die Glocken den besten Klang haben, da wächst auch der beste Wein, sagt man im Rheingau. Vgl. Nr. 106.;
Hüben in Büdesheim
Fand ich die Leute fein.
Locken die Glocken dich,
Mädchen sie locken mich:
Fahr allein!

Mainz, du verrietest mich:
Dort vor des Maines Mund
Sprachst du gebieterisch:
Wirf in des Rheines Grund
Aller der Grillen Heer:
Trinken im stillen mehr
Goldnen Weins.

Heidelbergs großes Faß
Fand ich nun freilich leer.
Aber wie groß ist das!
Trinkt sich nicht eilig leer.
Was sollt' ein Weiser tun,
Trank er sich heiser nun
Aus dem Faß?

» Trevir metropolis,
Urbs amoenissima,
Quae Bacchum recolis
Baccho gratissima,
Da tuis incolis
Vina fortissima
Per dulzor.
«

Trier, dem Fürsten wert,
Ganz allerliebste Stadt,
Dem Gott, der Dürsten wehrt,
Immer die liebste Siadt,
Schenk deinen Gästen ein
Treulich vom besten Wein
Per dulzor.


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