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11.

Das Gedicht steht auch Gedichte, S. 313, aber ohne die letzte Strophe.

(Auf seine Phyllis.)

So wißt einmal, ich bin verliebt,
Und zwar in so ein Kind,
Das mir erst Lust zu leben giebt,
So schwer die Zeiten sind.
Sein Kuß ist meiner Seelen Kraft
Und hat an süßer Glut
Fast aller Schönen Eigenschaft,
Nur nicht den Wankelmuth.

Es schwächt mir weder Geist noch Leib,
Was denen sonst geschieht,
Die Amor's stiller Zeitvertreib
Am Narrenseile zieht;
Es redet mir in Lust und Leid
So klug als freundlich ein
Und läßt mich in der nächsten Zeit
Des Unsterns Meister sein.

Weicht, Aeltern, Gönner, Glück und Freund,
Weicht, sag' ich, immerhin,
Ihr habt es nie so treu gemeint,
Als ich euch itzt noch bin;
Indessen da euch vor mir graut,
So lern' ich euch verschmähn
Und denke mit der neuen Braut
Mich besser zu versehn.

Ach! Hoffnung, ach! du Engelsbild
Und meiner Güter Rest,
Ach! komm, und küss' und bleib mein Schild,
Da alles schlägt und preßt.
Komm, flicht uns unsern Hochzeitschmuck
Von deinem Wintergrün;
Der Tod, sonst nichts, ist stark genug,
Ihn wieder aufzuziehn aufziehen, aufblühen lassen..


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