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13.

(An Marianen.)

Was hilfts? Es muß gelitten sein,
So lang uns Erd' und Luft noch tragen;
Ein jeder Mensch hat seine Pein,
Der Zehnte darf sie niemand klagen.
Wir wandern alle durch die Zeit
Ins Vaterland der Ewigkeit
Und suchen eine beßre Stätte;
Da nimmt nun auch ein jeder wahr,
Wie viel Verwirrung und Gefahr
Den Pilgern Glück und Weg vertrete.

Inzwischen nimmt ein kluger Geist
Geduld und Hoffnung zu Gefährten;
Er folgt, wohin die Schickung weist,
Und sieht nicht stets nach Rosengärten;
Bisweilen geht es ihm zwar nah,
Wenn Misgunst hier und Freunde da
Den sauren Weg noch schwerer machen,
Doch zwingt er allzeit Fleisch und Blut,
Sucht in sich selber Trost und Muth
Und lernt die Eitelkeit verlachen.

Dein edles Herz, betrübtes Haupt,
Fühlt ja auch mehr als einen Kummer;
Du wirst verschwärzt, gedrängt, beraubt
Und hast mehr Aergerniß als Schlummer.
Wie manchmal mag der Thränenwein
In Einsamkeit dein Labsal sein!
Wie vielmal magst du rückwärts denken
Und jener schon verstrichnen Zeit,
Die unsre Kinderjahr' erfreut,
Ein sehnsuchtsvolles Auge schenken!

Das Feld sieht jetzo traurig aus
Und giebt uns schlechten Trost und Freude.
Wie weit betrübter läßt dein Haus?
Man weint, man klagt, man geht im Leide;
Die Misgunst wehret deiner Brust
Die Unschuld der gelehrten Lust;
Man will, dein Feuer soll erkalten.
O Himmel, ist ein Mensch genug,
Er sei auch noch so stark und klug,
So vielen Streichen auszuhalten aushalten, c. dat., standhalten.?

Der Sturm beweist des Schiffers Kunst,
Gefahr muß Held und Stärke zeigen;
So ist des Himmels Zorn oft Gunst
Bei Herzen, die wie Palmen steigen.
Die Vorsicht Vorsicht, Vorsehung. liebet, wen sie schlägt,
Erhöht die, so sie nieder legt;
Sie mißt die Last nach unsrer Stärke,
Die Last ist deinem Geiste gleich.
Leid, Mariane, Stoß und Streich,
Damit man deine Größe merke.


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