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23.

(Als er sie seiner beständigen Liebe versicherte.)

Treuer Sinn,
Wirf den falschen Kummer hin.
Laß den Zweifel der Gedanken
Nicht mit meiner Liebe zanken,
Da ich längst dein Opfer bin.

Glück und Zeit
Hasset die Beständigkeit;
Doch das Feuer, so ich fühle,
Hat die Ewigkeit zum Ziele
Und verblendet selbst den Neid.

Meine Glut
Leidet keinen Wankelmuth;
Eher soll die Sonn' erfrieren,
Als die Falschheit mich verführen,
Eher löscht mein eigen Blut.

Grab und Stein
Adeln selbst mein Redlichsein,
Bricht mir gleich der Tod das Herze,
So behält die Liebeskerze
In der Asche doch den Schein.


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