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In der Fremde.

Ich habe mir ein Tännlein aus dem Wald
In mein »betrübt zu Hause« mitgenommen,
Das Tännlein flüstert: »Heimatfremder, bald
Wirst du in dein »beglückt zu Hause« kommen.
Bald siehst du dich, in hoher Menschgestalt,
In Feldern weißer Rosen selig stehn,
Wie einer, von der Gottheit Hauch umwallt,
Wirst du ganz nah am Himmelsrande gehn.

Dein Erdenheimweh ist der erste Klang
Zum ewigkeitgetränkten Menschheitsliede,
Der Erstlingsquell, der dunkelmächtig rang
Bis nichts ihn von der Gottheit Meeren schiede,
Das erste Leuchten, das geheim entsprang,
Bis daß es in der Gottheit Sonne fällt,
Bis deine Seele mit der Sehnsucht Gang
Zum Geistersonnenall die Einfahrt hält.«


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