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Wir zwei.

Wir beide schritten, Hand in Hand,
An Sumpf und Röhricht hin,
Ein jeder hat, daß er nicht fällt,
Den andern nur im Sinn.

Du hast die Schuhe ausgetan
Und schreitest barfuß hin,
Daß mich nicht Schilf und Distel ritzt,
Liegt einzig dir im Sinn.

Dein wundgeweinter Kinderblick
Läuft suchend vor uns her,
Ob nicht ein tückisch Wässerlein
An unserm Wege wär.

Ein fauler Brodem kriecht vom Sumpf,
Die Wolken hangen schwer,
Bald lischt das Licht, bald stirbt der Steig,
Dann wandert sichs nicht mehr.

Dann biege ich das Röhricht weg,
Mach uns ein Bettlein drin,
Damit du sagst: »Wie ich durch dich
Doch wohl gebettet bin!«


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