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Gebet.

Weil ich dich nicht, du mein ewiger Hort,
Mit dem trüben Sturm der Sinne fasse,
Gib mir ein entschleiernd Liebeswort,
Lockend durch die staubverdeckte Gasse,
Wo die armen Menschenkinder rennen,
Die dich nur mit dunkler Sehnsucht nennen.

Locke mich mit süßem Menschenlaut,
Drin es blüht von unerhörten Liedern,
Und ich will wie eine treuste Braut
Deiner Liebe heiligen Ruf erwidern,
Bis ich, den die Erdenangst umkrallte,
Dich wie Frühling in den Armen halte.

Gib dich mir, daß ich dich geben kann!
Jubelnd will ich deinen Namen nennen.
Lichtverarmten – Brüder, kommt heran! –
Soll mein Wort von deiner Gnade brennen.
Die die taube Daseinsschuld gebunden,
Haben sich befreit in dir gefunden.


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