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An den Schlaf.

Nun die Müdigkeit des Fleisches
Meine Sinne überschleicht,
Reiche mir, dem müden Zecher,
Deinen mohnumrankten Becher,
Wie man gute Labe reicht.

Nimm mein Haupt in deine Hände,
Hauche mir die Augen zu,
Kühle sie mit deinen Flügeln,
Gib mir Duft von Blumenhügeln,
Gib mir, wie den Blumen, Ruh.

Heile, das wie Wellen zittert
Noch vom Tagesschwall, mein Herz.
Laß der Sehnsucht Feuer matten,
Lösche sie mit deinem Schatten –
Was ist vor dir Menschenschmerz!


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