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Sommernacht.

Über sammetweiche Wege
Läuft der Nachtwind, wirrt und weht,
Bis er drüben am Gehege
Bei den Rosen stille steht.

Funkelgoldig von den Zweigen
Tropft der Mond ins Blattgewühl,
Knospen sich wie Herzen neigen
Mit lebendigem Gefühl.

Von den Pappeln, breitbeladen,
Flittert seidenes Rauschen her.
Saatenfelder an den Pfaden
Steigen, fallen wie ein Meer.

Lose Wolkenlinnen glitten
In die Mondglut, schelmenfein –
Und der Nachtwind wirft sich mitten
In den Rosenbusch hinein.


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