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Unser Brudervolk

Berlin, 22.5.1922

Ansprache bei dem Empfang des Wiener Männergesangvereins.

Heute kämpfen das schöne lebensfrohe Wien und Österreich einen schweren Kampf. Groß ist die Not Ihrer Heimat. Auch wir ringen schwer um unser Dasein. Durch den Krieg und seine Folgen verarmt, gefesselt und mit Lasten überbürdet, sind unsere Schwesternrepubliken gehindert, ihre staatlichen Beziehungen so zu gestalten, wie es der Wille unserer Völker unzweifelhaft verlangt. Geblieben ist uns aber die Gewißheit untrennbarer Zusammengehörigkeit. Den Glauben an unsere gemeinsame Zukunft lassen wir uns nicht nehmen! Das gemeinsame Geschick muß unsere beiden Völker immer enger zusammenführen. Brüderlich wollen wir wie bisher einander helfen mit allen Kräften und unser gemeinsames köstliches Gut, unser Deutschtum, hochhalten.


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