Emanuel Geibel
Gedichte
Emanuel Geibel

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IV.

          Herab von den Bergen zum Tale,
Vom Tal zu den Höhen hinan,
So zieh' ich wohl tausendmale,
Der Frühling zieht mir voran.

Der Strom im Morgenrote
Lockt blinkend das Ufer entlang;
Der Mond, der Friedensbote,
Geht mit mir am Himmel den Gang.

Und alle die Vögel, die singen
Im Walde so wundervoll
Von tausend herrlichen Dingen,
Die ich noch finden soll.

Sie singen: wohl weit in der Ferne,
Da rauschet ein waldiger Grund,
Drin glänzen zwei selige Sterne,
Drin blüht ein vielrosiger Mund.

Die Sterne, die sollen dich grüßen
So fromm, wie sie keinem getan,
Den Mund, den Mund sollst du küssen,
Du glücklicher Wandersmann!

 


 


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