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siehe Bildunterschrift

Gebräuchlicher Ehrenpreis, Verónica officinális L.

Von dem Gamander-Ehrenpreis (s. Teil 1 S. 25) unterscheidet der gebräuchliche oder arzneiliche sich durch den ringsum, nicht zweizeilig, rauhbehaarten Stengel, die langrunden, länger gestielten Blätter und die blassere Blütenfarbe. In der Blütenform und Bestäubungseinrichtung stimmen beide Arten überein. – Veronica officinalis kommt bisweilen mit gefüllten Blüten vor, in denen nicht nur die beiden Staubblätter, sondern auch die beiden Fruchtblätter des Fruchtknotens in Blumenblätter verwandelt sind. Diese Umwandlung wird durch Gallmilben herbeigeführt, die auf solchen Pflanzen leben. Prof. Kerner pflanzte derartige, mit Gallmilben besiedelte, gefüllt blühende Stöcke neben andere, die frei von Gallmilben waren und einfache Blüten trugen. Schon im folgenden Jahre waren auch sie von den Tierchen befallen, und ihre Blüten erschienen nun größtenteils auch gefüllt. – Der gebräuchliche Ehrenpreis gedeiht am schönsten in trockenen Wäldern, Wiesen und Triften.

Braunwurzgewächse, Scrofulariaceen. Kl. II. ausdauernd. Juni – Herbst. H. 0,15 bis 0,30 m.

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