Johann Peter Eckermann
Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens
Johann Peter Eckermann

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Dienstag, den 2. August 1831*

Wir sprachen über die Metamorphose der Pflanze, und namentlich über de Candolles Lehre von der Symmetrie, die Goethe für eine bloße Illusion hält.

»Die Natur«, fügte er hinzu, »ergibt sich nicht einem jeden. Sie erweiset sich vielmehr gegen viele wie ein neckisches junges Mädchen, das uns durch tausend Reize anlockt, aber in dem Augenblick, wo wir es zu fassen und zu besitzen glauben, unsern Armen entschlüpft.«


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