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Geldbrennen.

Er wirft, um den Schatz gewiß zu bekommen, das erste, was ihm in die Hände fällt, am sichersten, wie er glaubt, den rechten Schuh, in dieses Feuer, um dadurch den Geistern die Macht zu benehmen, das Geld unter der Erde fortzurücken. Oft schon sah er seinen Schuh oder sein Tuch in Asche verwandelt, wenn er z.B. einen brennenden Haufen Kohlen, von einem Feuer so die Bettelleute hinterließen, für Geldbrennen hielt. Das was man Geldbrennen nennt, ist weiter nichts, als eine brennende oder leuchtende Sumpfluft, die sich an solchen Orten häufig befindet, und sich von der Erde noch nicht aufgehoben hat. Denn es ist ganz wider die Natur des Geldes und alles Metalls, daß es brennen sollte; es müßte denn ein Wunder geschehen, das man aber am wenigsten hiebey vermuthen darf? Durch diesen Wahn ist bei vielen die Begierde entstanden, Schätze aus der Erde zu graben, und sie sind Betrügern in die Hände gerathen, die ihnen außerdem, daß sie ihre Hoffnungen täuschten, auch das abnahmen, was sie noch hatten, und sie der öffentlichen Schande und dem Gelächter blosstellten.


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