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An Ludwig Uhland.

Widmung der Romanzen von Robert dem Teufel.

1820

Getroffen in der Sagen Schacht
Warst du auf dieses Gold;
Gestalt und Glanz von deiner Kunst
Es einst empfangen sollt.

Auf andres lenkte dich der Geist,
Nach einem größern Ziel;
Dein Sinnen und dein Dichten ward
Zum hehren Trauerspiel.

Da beut mir deine Gunst den Stoff
Zum Bilden freundlich an:
Ich nehm's mit banger Fröhlichkeit,
Will thun, so viel ich kann.

Vergesse, wer den Liederkranz
Mit seinen Händen faßt,
Daß du zu flechten ihn gedacht
Und nicht geflochten hast.

Man trinkt wohl an dem Brunnenrohr,
Wenn man nicht kann am Quell;
Und was der Meister nicht schaffen will,
Das schaffet der Gesell.


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