Arno Holz
Dafnis
Arno Holz

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Er ist in sie noch hefftiger
verlihbt / alß in Amaryllis.

Ode Jambica.

       

Arsinoe / du schöner Dokk
im gelb und Himmel-blauen Rokk /
gläubstu / daß macht mich nach dir kranck /
blohß weil dein Leib so Dannen-schlanck?
Du durchauß unverschehmbtes Thier /
wer fragt nach dir?

For dihsen Krantz hihr ümb mein Haupt
steht Febus sälber fast entlaubt /
auff meine Lider lauscht entbrannt
gantz Lieff-Teutsch-Holl- und Enge-Land.
Kein Pindar zwang so / kein Virgil
sein Säyten-Spihl!

Schon mehr alß Eine dhat wie du /
zum Schluß lieff sie mir brünstig zu;
ein Leichtrichin und dreyn ein Licht /
for nasse Seufftzer bün ich nicht.
Ich weiß es drümb und weiß es doch /
du kombst mir noch!

Zerbleicht auch gleichsahm deinen Glantz
kein bundt-beaugter Pfauen-Schwantz /
noch steinerner alß blohß auß Stein /
wie adamanten werd ich seyn.
Für meine Kniee / sonder Sinn /
brichstu dan hin!

Mord-schwere Noht! Bozz Blizz und Bein!
Bün ich dein Hündgen Liberlein?
Ich spei dir mitten ins Gesicht:
Steh auff / dreh ümb / ich bräuch dich nicht!
An jedem Finger baumeln mir
zum mindsten zwihr!

Itzt fast noch blaß / itzt wihder roht /
lebendig bistu dan schon dodt
und traumst in jeder schwartzen Nacht /
waß Jupiter mit Juno macht /
indeß an deiner Kammer-Dhür
kein Riegel für!

Stihlt dan mein Lümmel Cypripor
sich schlau biß für dein Rohsen-Dhor /
dan kanstu / matt für süsser Pein /
nicht mehr von ihm entsondert seyn
und lenckst ihn ins gelohbte Land
mit eigner Hand!


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