Arno Holz
Dafnis
Arno Holz

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Er verlöffelt sich in seine
Kammer-Magd.

Ode Trochaica.

         

Augen / ihr verbuhlte Sonnen /
zwingt noch immer euer Glantz
mit durchauß ambrirten Wonnen
mich in seinen Zirckel-Dantz?
Zwischen Büchern und Bostillen
saß ich da und fing mir Grillen /
nein / waß war ich meiner Seel
blohß for graues Mühl-Kameel!

Stell ich mir ihr holdes Wesen
auch nur in Gedancken für /
gleich mit ihrem Fehder-Besen
steth sie dan in meiner Thür.
Meine höfflich-zahrte Sitten
machen mich bey ihr gelitten /
gleich so schleusst die mir darauff
ihren Anmuhts-Garten auff!

Warümb schnäbeln sich die Tauben /
warümb dritt der Hahn das Huhn /
welches / wie doch wohl zu glauben /
sie gewiß ümbsonst nicht dhun?
Bün ich gleich ein Klos auß Erden /
möcht ich dennoch selig werden /
ach / noch biß in meinen Traum
räucht sie wie ein Weyhrauch-Baum!

Nein / du kanst mich nicht mehr lokken
nein / du dhust mir nicht mehr weh /
Pallas mit den blauen Sokken /
Pallas mit dem grossen Zeh!
Venus hält mit ihren warmen /
wonnigen Narzissen-Armen
mich so Zokker-süß ümbstrikkt /
daß mir kaum das Hertz noch tikkt!


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