Arno Holz
Dafnis
Arno Holz

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Es fegt so grimm kalt /
daß er mehr nur noch für
seinem Ofen hokkt.

Ode Trochaica.

             

Itzo / da der Winter meist
nichts wie Schnee und Hagel schmeißt /
draut man sich aus seinem Hauß
kaum mit halber Nase rauß;
denn es sind uns sonst die Ohren
gleich gantz dikk mit Eyß befroren.

Drümb so sezzt man seinen Sinn
auff ein volles Wämstrichin.
Eyer-Muhß mit Amber dreyn
schlingert man in sich hinein /
und wie süß zum Koffe schmäkken
morgends itzt die Botter-Wäkken!

Karpen / Stintckens / Plötzckens / Hächt /
alles kömbt uns itzo rächt /
Schüncken / Wörste / Sauer-Kraut
und waß man noch sonst verdaut.
Ingwergens und Citronaten
sind itzt gleichfalls wohl-gerathen.

Hat man dan genug gebappt /
fühlt man / daß man kaum mehr jappt /
zihmbt ein Schlückgen Aqwa vit /
weil man nicht den Kirch-Thurm siht.
Doch man weiß / es ragt derselbe
noch ins obre Blau-Gewelbe.

Drauff so drukkt man Dorime
zährtlig auff das Canape /
butzt ihr Schnuhtzgen und enthüllt
waß ihr brall das Mihder füllt;
denn man muß nach solchen Sachen
sich ein Mouvementgen machen.

Ihrer Aeuglein flincker Lauff
fordert uns zum Spihlen auff /
und sie kikkert und sie lacht /
biß ihr pumps / das Bältzgen kracht.
So nur kan man mit Behagen
Boreas ein Knüppgen schlagen!


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