Arno Holz
Dafnis
Arno Holz

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Er rastet mit seinen Ge-
söllen an einem schönen
May-Morgen in einem
Bircken-Hayn.

Ode Trochaica.

       

Brüder / ümb vergnügt zu seyn /
bräucht es keiner Schäzze!
Dihser junge Bircken-Hayn /
durch den froh beym Mayen-Schein
wihderümb die Amsteln schreyn /
beut uns dausend Bläzze.

Jeder ist von Bluhmen bundt:
Veilgen und Turkosen /
Jungffern-Schuch und Frauen-Mund
dhut der Lentz uns leuchtend kund /
göldner gläntzt alß dihser Grund /
nicht das Glükks-Land Gosen!

Hihr ümb dihses Bächleins Rand
werfft euch in den Wasen!
Bässres ward noch nie bekandt –
däkkt uns einmal erst der Sand /
keiner hört dan mehr durchs Land
waß die Schäffer blasen!

Traumt und kukkt den Wölckgens zu /
wie sie selig gleissen!
Unterdeß lokkt gukrukru
hihr der Döbber sine Fru /
ümb ihr schon im nechsten Nu
in den Kamm zu beissen!

Jedes Kummers durchaus blohß /
freut such dihser Stunde!
Kaum schon fand wer so famos /
sälbst die Reden Ciceros;
alle Weißheit Salomos
lacht auß ihrem Munde!


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