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Vierundzwanzigstes Kapitel


Krähenindianer in dem Dorfe der Mönnitarrier. – Der Krähenhäuptling zu Pferde in vollem Staate. – Eigentümlichkeiten der Krähenindianer; langes Haar; halbmondförmige Kopfbildung. – Ratten im Dorfe der Mönnitarrier. – Lederboote. – Schwimmen der Mädchen. – Pferderennen. – Ein Scherz. – Reiten auf nackten Pferden. – Große Büffeljagd. – Zerschneiden und Heimbringen des Fleisches.


Während ich die Hütte des Häuptlings Schwarz-Schuh bewohnte, befanden sich dort auch als Gäste zwei Häuptlinge der Krähenindianer, die gekommen waren ihre alten Freunde und Verwandten zu besuchen.

Es ist bereits in dem 7. und 8. Kapitel von diesen Indianern die Rede gewesen, da ich aber hier einige von ihnen gemalt habe, so glaube ich noch einmal darauf zurückkommen zu müssen.

Nichts gewährt einen malerischeren Anblick, als ein Trupp Krähenindianer zu Pferde, wenn sie in ihrem vollen Putz ein Scheingefecht aufführen, eine Unterhaltung, die sie sehr lieben und zu der sie große Vorbereitungen machen. Man kann von ihnen mit vollem Recht sagen, daß sie von allen Indianern dieser Gegenden am schönsten gekleidet und am besten beritten sind. Ihre Pferde, die sie am Fuße des Felsengebirges einfangen, sind schöne und mutige Tiere.

Ich habe einen der ausgezeichnetsten unter diesen Indianern gemalt, wie er mit Lanze, Schild und Bogen und in seinem größten Putze sein wildes Roß herumtummelte. Sein Anzug (Rock, Beinkleider und Schuhe) war aus dem Fell der Bergziege gemacht; die Nähte waren reich mit den Skalplocken der von ihm im Kampfe erlegten Feinde besetzt; sein langes, glänzend schwarzes Haar, das, wenn er stand, fast den Boden berührte, flatterte frei im Winde; auf dem Kopfe trug er den schönen Schmuck von den Federn des Kriegsadlers und Hermelinfell und auch der Kopf seines Rosses war auf ähnliche Weise verziert. Außerdem war das Pferd noch am Kopf, Nacken, Rücken und Hüften mit einem bunten Netz geschmückt, das in einem mit vielfarbigen Stachelschweinstacheln und Muscheln verzierten Schwanzriemen endigte.

Ich habe schon früher (8. Kapitel) von der eigentümlichen halbmondförmigen Schädelbildung der Krähenindianer gesprochen, wodurch sie sich von den Schwarzfußindianern, den Schaiennes, Knisteneaux, Mandanern und anderen Stämmen dieser Gegenden scharf unterscheiden. Es kommen natürlich auch Ausnahmen vor, aber die meisten haben eine rundgebogene Nase und eine niedrige, zurücktretende Stirn; letztere tritt oft so sehr zurück, daß man glauben möchte, man habe ihr durch gewaltsame Mittel diese Form gegeben, wie es bei den Flachkopfindianern (Flatheads) jenseit der Rocky Mountains üblich ist. Aber durch vielfache Nachforschungen habe ich mich überzeugt, daß ein solcher Gebrauch bei ihnen nicht vorhanden ist, sondern daß sie mit dieser Schädelform geboren werden, die daher wohl als ein nationales oder Stammkennzeichen betrachtet werden kann.

Die rohen Zeichnungen der Mexikaner, die ich in mehreren Werken über die Altertümer Mexikos gesehen habe, erinnerten mich lebhaft an die Krähenindianer, so daß ich fast geneigt war, sie für Nachkommen des Menschenschlages zu halten, der jene merkwürdigen und unerklärlichen Altertümer hinterlassen hat und dessen Überreste sich längs der Rocky Mountains bis zu ihrem gegenwärtigen Wohnorte verbreiteten. Ich will dies jedoch keineswegs als eine Theorie aufstellen, denn es drängt sich unwillkürlich die Frage auf, ob auch jene rohen Zeichnungen wirklich den wahren Charakter des Volkes darstellen. So zeigen in den Zeichnungen der Mandaner die meisten menschlichen Figuren z.+B. auf der im 21. Kapitel beschriebenen Büffelhaut Ma-to-toh-pas ganz die Umrisse der Stirn und Nase, wie man sie auf den Zeichnungen der alten Mexikaner und bei den jetzt lebenden Krähenindianern sieht, obgleich sie diese Formen weder von den letzteren entlehnt, noch auch unter ihrem eigenen Stamme dergleichen Vorbilder haben.

Eines Tages belustigte mich sehr eine Versammlung von jungen Leuten und selbst von Häuptlingen und Doktoren, die, da sie gehört hatten, ich sei »große Medizin« und ein großer Häuptling, daraus den Schluß zogen, daß ich unter den »bleichen Gesichtern« ein einflußreicher Mann und daher wohl imstande sein müßte, ihnen einen großen Dienst zu leisten, der, wie sie mir in mehreren wohlgesetzten Reden erklärten, in folgendem bestehe:

Vor fünf oder sechs Jahren erschien ein unbekanntes kleines Tier, etwa von der Größe eines Erdeichhörnchens, aber mit einem langen, runden Schwanze, bei dem Wigwam eines Häuptlings, wo es zwischen den Töpfen und Kesseln hervorschaute. Sie betrachteten es als große Medizin und niemand wagte es zu töten, wohl aber kamen alle herbei, um es zu sehen. Einst sah man, daß es eine kleine Maus, die in den Hütten sehr häufig ist, fing und auffraß. Man entschied sich daher für die Ansicht, daß der Große Geist dies sonderbare Tier gesandt habe, um die lästigen Mäuse, die unter den Kleidungsstücken und anderen Gegenständen arge Verwüstungen anrichteten, zu vertilgen. Es wurde daher in den Versammlungen beschlossen, diesen willkommenen Besucher und seine Nachkommenschaft zu schonen, die sich auch so schnell vermehrte, daß man hoffte, dadurch von den lästigen Mäusen befreit zu werden. Bald jedoch erfuhr man von einem Pelzhändler, daß das merkwürdige Tier (das Baptist Monsieur Ratapon nannte) von einem Kielboote, das den Missouri hinauffuhr, ans Land gekommen sei und seinen Aufenthalt in einem der Wigwams genommen habe. Diese Nachricht verminderte zwar auf kurze Zeit die Achtung, die sie diesem Tiere bewiesen, allein da es bei dem Mangel aller anderen Nahrung seinen Krieg gegen die Mäuse fortsetzte, so verehrten sie es wie früher und sträubten sich dagegen, zu glauben, daß es ohne Mitwirkung des Großen Geistes zu ihnen gekommen sei.

Da indes diese Tiere in den letzten Jahren sich so sehr vermehrt hatten, daß sie sich in jedem Wigwam fanden, die Gruben, worin man den Mais und andere Lebensmittel aufbewahrt, plünderten und den Boden unter den Wigwams so unterwühlten, daß diese einstürzten, so betrachtete man sie als eine große Plage und als ein öffentliches Unglück, und die erwähnte Versammlung hatte den Zweck, meine Aufmerksamkeit darauf zu lenken, in der Hoffnung, daß ich imstande sein würde, sie davon zu befreien. Ich versicherte sie, daß ihre Lage mir sehr zu Herzen gehe, bedauerte aber zugleich, nichts für sie tun zu können, da die Tiere wirklich große Medizin seien.

Nach Beendigung dieser Versammlung beschloß ich mit Baptiste und Bongard, die noch immer meine unzertrennlichen Gefährten waren, das obere Dorf der Mönnitarrier zu besuchen, das etwa eine halbe englische Meile entfernt auf dem anderen Ufer des Flusses liegt. Als der alte Häuptling dies hörte, befahl er einer von den Frauen seines zahlreichen Haushalts mich überzusetzen. Diese nahm nun ein Lederboot (oder wie es hier genannt wird, Stierboot, Bullboat), das die Form einer großen Wanne hat und aus einer über einem Geflechte von Weidenzweigen gespannten Büffelhaut besteht, trug es auf dem Kopfe bis ans Wasser und gab uns dreien das Zeichen zum einsteigen. Als wir uns glatt auf den Boden gesetzt hatten – wobei wir nicht wußten, wo wir mit unseren Füßen bleiben sollten – trat die Frau vor das Boot und zog es mit der einen Hand fort, während sie mit der anderen ihr Gewand hielt, das sie aber, als das Wasser ihr über den Gürtel reichte, auszog und an das Ufer warf, worauf sie schwimmend mit einer Hand das Boot nach sich zog. Als wir auf diese Weise in die Mitte des Stromes gekommen waren, sahen wir uns plötzlich von einem Dutzend junger Mädchen von zwölf bis achtzehn Jahren umgeben, die sich am gegenüberliegenden User badeten und wie Seejungfrauen bald sich mit dem halben Körper aus dem Wasser erhoben, bald wieder darin untertauchten. Während wir diesem lustigen Treiben mit Vergnügen zuschauten, hatten diese kühnen Schwimmerinnen unsere Führerin von dem Boote weggedrängt und ließen nun unser Boot den Strom hinabtreiben. Da wir weder ein Ruder noch sonst irgend etwas bei uns hatten, um uns ihrer zu erwehren, so blieb nichts übrig, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen und uns durch Geschenke von diesen Wassernixen, in deren Gewalt wir uns befanden, loszukaufen, und nachdem ich mehreren dieser Mädchen, so wie sie aus dem Wasser auftauchten, Schnüre von Glasperlen um den Hals gehängt und anderen einige Pfriemen geschenkt hatte, bemühten sich alle, unser Boot ans Ufer zu bringen; als aber das Wasser so seicht wurde, daß sie nur noch in gebückter Stellung mit dem halben Leibe unter dem Wasser bleiben konnten, gaben sie unserem Boote noch einen tüchtigen Stoß und kehrten lachend in das tiefere Wasser zurück, während uns nichts anderes übrig blieb, als die kurze Strecke ans Ufer zu waten, wobei das Wasser uns bis auf den halben Schenkel reichte.

In dem oberen Dorfe, das aus 30-40 Hütten, jede mit etwa zwanzig Bewohnern, besteht, wurde ich von dem Häuptling Gelbschuh empfangen und, nachdem er mich in seiner Hütte bewirtet, aufgefordert, ihm auf eine schöne Prärie zu folgen, wo die jungen Leute dieses Dorfes, sowie mehrere aus dem unteren Dorfe, sich belustigten. Ein junger hübscher Mann hatte bei dem Pferderennen bedeutend verloren, indem sein Pferd zweimal von anderen überholt worden war, worüber seine Schwester in laute Klagen ausbrach. Ich beschloß daher, mit ihm zu reiten und wählte mir ein schlecht aussehendes Pferd, das offenbar zu fett und zu träge war, um mit seinem leichtgebauten Renner wetteifern zu können und bot als Preis des Rennens drei Ellen rotes Tuch, ein Messer und ein halbes Dutzend Perlenschnüre gegen die schönen Beinkleider, die er trug. Er war auch sogleich bereit, die Wette anzunehmen und es erregte großes Aufsehen, einen weißen Mann und zwar auf einem Pferde, das kein Indianer gewählt haben würde, mit einem roten Manne wettreiten zu sehen. Es war indes niemand zu bewegen die anderen kleinen Wetten, die ich anbot, um ihnen einen Triumph zu bereiten, anzunehmen, denn bei der Unscheinbarkeit des von mir gewählten Pferdes glaubten alle, daß es wohl Tugenden besitzen müsse, die ihnen entgangen und daß wohl etwas Medizin in ihm sein müsse; selbst der erwähnte junge Mann schien geneigt, seine Wette zurückzuziehen, ließ sich aber endlich doch bewegen, mit mir an das andere Ende der Bahn zu reiten, von wo aus das Rennen beginnen sollte und wohin uns mehrere Reiter begleiteten. Hier machte man mich jedoch mit einer Bedingung bekannt, an die ich früher nicht gedacht hatte; es reitet nämlich ein jeder ganz nackt und auf einem nackten Pferde! Dies setzte mich in große Verlegenheit, da ich mich aber nicht verständlich machen konnte, so blieb mir nichts übrig, als mich dem Gebrauche zu fügen. Ich legte daher meine Kleider ab, bestieg mein Roß, und dahin ging es über die Prärie; allein obgleich mein Pegasus zu fliegen schien, so blieb er doch so weit hinter meinem Gegner zurück, daß ich das Unnütze jeder ferneren Mitbewerbung einsah, mein Pferd umlenkte und zu großer Genugtuung der Reiter an dem Punkte, von denen wir abgeritten waren, wieder ankam. Die Frauen und Kinder, die sich um das Ziel in großer Menge zusammengedrängt hatten, um den »weißen Medizinmann« ankommen zu sehen, waren dagegen mit dieser Wendung der Dinge sehr unzufrieden. Ich kleidete mich sogleich an, ritt zurück und erklärte mich für besiegt, während ich zugleich die Überlegenheit meines Mitbewerbers anerkannte und die wunderbare Kraft seines Pferdes rühmte, worüber er sehr erfreut schien. Auch die Klagen seiner Schwester verstummten, als sie das schöne rote Tuch und eine Menge bunter Glasperlen empfing, mit denen sie sogleich ihren kupferfarbigen Hals schmückte.

Als ich von diesen Belustigungen genug gesehen hatte, kehrte ich mit meinen Gefährten nach dem kleinen Dorfe zurück, dessen Hütten durch den Mais, die Sonnenblumen und andere Gewächse, die so üppig und dicht gedrängt emporgeschossen waren, daß sie einen kleinen Wald bildeten, dem Auge fast gänzlich entzogen wurden. Wir schlenderten eine Weile durch das Dorf, sahen in die meisten Hütten hinein und schifften endlich wieder über den Fluß hinüber nach dem Dorfe, das wir am Morgen verlassen hatten. Wir sahen an diesem Tage alle Bewohner dieses kleinen Stammes, mit Ausnahme einer kleinen Anzahl Krieger, die einen Kriegszug gegen die Rikkarier unternommen hatten. Ich war mit ihrem Betragen und ihrem Aussehen zufrieden und auch ihnen schien es sehr zu gefallen, daß ich an mehreren ihrer Belustigungen teilnahm.

Eben so kühn und furchtlos wie im Kriege sind die Mönnitarrier auch auf der Jagd, und namentlich erregen ihre Büffeljagden die Bewunderung aller, die Zeugen davon waren. Auch ich war einst bei einer solchen Jagd zugegen und muß gestehen, daß sie alles übertrifft, was ich von Szenen dieser Art je gesehen habe, weshalb ich einige Worte darüber sagen will.

Die Mönnitarrier hatten, gleich den Mandanern, einige Monate lang Mangel an Fleisch gehabt und fürchteten schon, die Büffel möchten so weit fortgewandert sein, daß sie Hungers sterben müßten, als plötzlich eines Morgens in dem Dorfe die Ankunft einer Büffelherde verkündet wurde. Sogleich ritten mehr als hundert junge Leute mit ihren Waffen nach der Prärie und der Häuptling sagte mir, daß eines seiner Pferde an der Tür seines Wigwams für mich bereit sei, wenn ich der Jagd beiwohnen wollte. Ich nahm die freundliche Einladung an, bestieg mein Pferd und galoppierte mit den Jägern nach der Prärie, wo wir bald eine grasende Büffelherde in der Ferne erblickten. Es wurde nun Halt gemacht und die Angriffsweise beraten; ich hatte nur Bleistift und Skizzenbuch bei mir und hielt mich daher meist im Hintergrunde, wo ich alles genau beobachten konnte.

Der beschlossene Angriffsplan war, was man hier eine »Umzingelung« nennt; es wurden nämlich alle Jäger, die auf ihren Büffelpferden ritten und mit Bogen und Pfeil oder mit einer langen Lanze bewaffnet waren, in zwei Kolonnen geteilt, die eine entgegengesetzte Richtung einschlugen, sich in der Entfernung von einer englischen Meile um die Herde herumzogen und auf ein gegebenes Zeichen sich ihr langsam näherten. Als endlich die sorglose Herde den Feind witterte und in größter Verwirrung die Flucht ergriff, jagten die Reiter in vollem Galopp und mit furchtbarem Geschrei nach dem Punkte hin, wo die Büffel die Linie durchbrechen wollten, worauf diese plötzlich umkehrten und nach der entgegengesetzten Richtung flohen, wo sie auf ähnliche Weise empfangen wurden und nun in die größte Verwirrung gerieten. Unterdes waren nun alle Jäger herbeigekommen und bildeten eine zusammenhängende Linie um die erschreckten Tiere, die sich dicht aneinander drängten, und nun begann die eigentliche Jagd. Ich hatte mich in geringer Entfernung auf einem erhöhten Punkte aufgestellt, von wo aus ich den ganzen Kampfplatz genau übersehen konnte.

Es erhob sich bald eine dichte Staubwolke, da, wo die Jäger herumgaloppierten und mit Pfeilen und Lanzen die Büffel angriffen, die oft, durch tödliche Wunden wütend gemacht, sich mit gesträubter Mähne gegen das Pferd ihres Feindes kehrten, es mit einem einzigen Stoße töteten und die Reiter zwangen, ihr Leben durch die Flucht zu retten; zuweilen, wenn die dichte Masse der Büffel sich öffnete, drangen die Jäger, nur auf ihre Beute erpicht und durch den Staub verhindert, sich zu sehen, mitten zwischen die Büffel hinein und waren dann genötigt, um ihr Leben zu retten, über die Rücken der Büffel hinwegzusteigen, während sie die Pferde ihrem Schicksale überlassen mußten. Viele Reiter verloren in diesem verzweifelten Kampfe ihre Pferde und retteten sich nur durch die Schnelligkeit ihrer Füße; manche, denen die Büffel, die sie verfolgten, bereits ganz nahe waren, sprangen plötzlich auf die Seite und warfen das Stück Büffelhaut, das sie um den Leib tragen, den wütenden Tieren über die Hörner und Augen und töteten sie mit dem Pfeil oder der Lanze; andere verfolgten und erlegten die geängsteten Tiere, welche, dem Gedränge entflohen, sich über die Prärie zu retten suchten.

Auf diese Weise verwandelte sich die Jagd bald in einen verzweifelten Kampf, der etwa fünfzehn Minuten währte und mit der Vernichtung der ganzen, gewiß aus mehreren hundert Stück bestehenden Herde endigte.

Als alles vorüber war, stiegen die Jäger ab und gingen, die Pferde am Zügel führend, zwischen den toten und sterbenden Tieren umher, indem jeder die von ihm erlegten an seinen Pfeilen erkannte, die er nun aus den Wunden herauszog. Nachdem dies geschehen war, setzten sich alle auf die Erde, rauchten einige Pfeifen und ritten dann nach dem Dorfe zurück.

Es wurden nun einige Krieger an den Häuptling gesandt, um ihm den Erfolg der Jagd zu melden, während zu gleicher Zeit andere den einzelnen Familien dieselbe Nachricht brachten. Um nun das Fleisch in Sicherheit zu bringen, begaben sich einige Hundert Frauen und Kinder nach dem Schlachtfelde, wo sie den Tag damit zubrachten, den erlegten Tieren die Haut abzuziehen und das Fleisch zu zerschneiden, das sie teils auf ihrem Rücken, teils auf Pferden ins Dorf schafften. Auch fanden sich wenigstens tausend alte und junge Hunde ein, die auch ihren Anteil von diesem reichen Vorrat verlangten, um ihren Hunger zu stillen.

Ich sah diesem Treiben über eine Stunde zu und ergötzte mich sehr an dem beständigen Kampfe, der zwischen den Frauen und Hunden stattfand.


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