Autorenseite

 << zurück weiter >> 

Hexengunst!

Hör' meine Mahnung, Jüngeling:
O achte nie das Weib gering,
Denn es besitzt ein Dingeldang,
Mit dem's die ganze Welt bezwang, –
Mit dem sich's manch ein Fürstlein fing,
An dem manch König, froh und bang,
Sein Leben kurz, sein Leben lang,
Mit seiner stolzen Krone hing, – –
Manch and'rer aber siech und krank,
Beglückt, verrückt – zugrunde ging
Und tief im Hexenpfuhl – ertrank!

Drum achte nie das Weib gering,
O stolzer Knab', o Jüngeling!
Es ist ein wundervolles Ding,
Das einst den Teufel eingeschluckt,
Der nun aus ihrem Auge guckt,
Sie an gewisser Stelle juckt
Und selbst aus böser Zunge zuckt!

Buchschmuck


 << zurück weiter >>