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Die beiden Haustiere

Über die Decke von rotem Samt
Krabbelt ein Wanzerich, leicht und galant,
Er spreizt seinen Leib, er macht sich sehr wichtig,
Er kennt seinen Hauptwert: sein Rüssel ist tüchtig!

Unter der Decke, da sitzt eine Laus,
Sie fühlt sich hier wohlig und warm wie zu Haus.
Sie saugt sich rund und saugt sich platt
Im Rosental von Josaphat,
Das der Helene zugehört,
Die jetzt aus ihrem Schlummer fährt.

Helenchen hat ein Händchen schmal,
Sie fährt damit ins Rosental,
Nach Josaphat – – –
Streckt ihren Schoß und dehnt die Glieder,
Stöhnt wohlig leis und – dehnt sich wieder.

Die Bettlaus und der Wanzerich
Im Nachttopf später treffen sich.
Die Laus spricht wütend: »Sahst du's auch?
Sie hatte, einen schönen Bauch
Und hat, als ich sie dorten biß,
Von ihrem Schatz geträumt …« – »Gewiß!«
Der Wanzerich ertrinkend sprach, –
»O Welt, voll Hinterlist und Schmach!
Doch das hier – ist der Dank darnach!«

Buchschmuck


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