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Die Königswahl

            Fürst Adelstan, der Jüngling, stand
Zur Wahl in Norges Heldenkreise.
»Er schütz als König unser Land,
Wofern er kühn ist, gut und weise!«
So rief, wer tapfer kämpft' im Heer,
Und schlug den Schild mit blankem Speer.

»So wahr ich bin vom Krongeschlecht«,
Dies hört man Adelstan erwidern,
»Ich halte treu Gesetz und Recht,
Nicht mehr den Hohen als den Niedern!
Der Bauer auch in Norges Reich
Ist Landessasse, frei und gleich!«

Da sprach ein Greis mit Silberhaar,
Vom Schöppenstuhl emporgerichtet:
»Du gabst dein Wort; nun mache wahr,
Wozu dich Königsamt verpflichtet;
Des Volkes Wohl ist deins fortan.
Sei Heil dem König Adelstan!«

Und donnernd: »Heil dem König!« scholl
Mit Waffenklang aus tausend Hälsen;
Der Himmel hallte jubelvoll,
Es hallten ringsum Norges Felsen:
»Dem König Heil! Er gab sein Wort;
Ihm schwöret Huld der freie Nord!«


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