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Häusliche Lust

(1799)

        Mein Häuschen steht im Grünen,
Den Freunden nur bekannt,
Von Sonn und Mond beschienen,
Und Obstbäum an der Wand.
Gern baut die Schwalb am Dach
Und singt zu neuer Lust mich wach.

Umzäunt von grüner Hecke
Blüht Blume, Bohn und Frucht;
Die Baumlaub in der Ecke
Umschaut des Sees Bucht.
Gern singt im Pappelwehn
Die Nachtigall: Wie schön! wie schön!

Ein edles Weibchen schaltet
Durch Haus und Garten flink,
An Seel und Leib gestaltet,
Und herrscht mit holdem Wink.
Gern sing und sag ich ihr:
O Trautchen! lange bleib bei mir!


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