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12. Kapitel.
Auf dem neapolitanischen Festlande

Etwa um 3 Uhr morgens an einem schönen Tage gegen Ende des Monats August 1860 erreichten wir die Küste von Melito. Im Morgengrauen war die ganze Mannschaft mit Waffen und Gepäck am Lande, und wäre nicht die Torino auf eine Sandbank aufgelaufen, von der sie trotz der Anstrengungen der Franklin nicht wieder abgebracht werden konnte, so hätten wir uns noch am gleichen Tage gegen Reggio in Bewegung setzen können. – Um 3 Uhr nachmittags zeigten sich 3 bourbonische Dampfer, vom Fulminante angeführt, und begannen, die Mannschaft, unsere Dampfer und alles ringsherum zu beschießen. Sie versuchten auch die Torino abzubringen und zündeten sie dann, da ihnen das nicht gelang, an. Die Franklin war schon wieder abgefahren und kam glücklich davon.

Gegen 3 Uhr morgens am Tage nach der Landung traten wir den Marsch auf Reggio an. Wir zogen auf der Hauptstraße am Capo dell'Armi vorüber und machten in einem Dorfe, das zwischen diesem Kap und der schönen Schwester Messinas liegt, Mittag. Das feindliche Geschwader beobachtete unsere Bewegungen. Gegen Abend setzten wir den Marsch nach Reggio fort, und als wir der Stadt bis auf eine gewisse Entfernung nahegekommen waren, bogen wir von der Straße rechts ab und schlugen einsame Pfade ein, um den feindlichen Vorposten zu entgehen, die uns auf der Straße erwarteten. Oberst Antonino Plutino und mehrere Patrioten von Reggio hatten sich uns angeschlossen, so daß wir treffliche Führer besaßen. Wir machten während der Nacht mehrfach Halt, um unsere Mannschaft ruhen zu lassen und sie zusammenzuziehen, und griffen dann am Morgen des 2. September Reggio an.


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