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2. Buch

1. Kapitel.
Feldzug in Sizilien im Mai 1860

Sizilien! Dir, Land der Wunder und wunderbarer Menschen, dem ich die wohlverdiente Liebe eines Sohnes entgegenbringe, widme ich diese ersten Worte in meiner Erzählung einer glorreichen Epoche. Du, Mutter eines Archimedes, weisest in deiner lichtvollen Geschichte zwei hervorstehende Punkte auf, die man in der Geschichte der größten Völker der Erde vergebens sucht: zwei Kennzeichen von Tapferkeit und Genius, deren erstes zeigt, daß es keine Gewaltherrschaft gibt, die, so fest erbaut sie auch scheine, nicht von dem Ungestüm und dem Heldenmut eines Volkes wie des deinen, das keine Unbilden erträgt, in den Staub, in das Nichts gestürzt werden könne; dieses Kennzeichen ist deine herrliche, unsterbliche Vesper! Das zweite aber verdankst du dem Genius zweier Knaben, der Entdeckungen des Menschengeistes auch in den unbegrenzten Regionen der Unendlichkeit wahrscheinlich macht. Garibaldi macht hierzu die erklärende Anmerkung: Kürzlich brachten es zwei sizilianische Knaben von höchstens 14 Jahren fertig, eine algebraische Wurzel 32. Grades innerhalb weniger Minuten im Kopfe auszuziehen – was wahrhaft wunderbar erscheinen muß.

Einmal auch, o Sizilien, fiel es dir zu, die Schlaftrunkenen zu wecken, die von den Diplomaten und Staatsmännern Eingeschläferten der Erstarrung zu entreißen – sie, die, dem eigenen Schwerte nicht trauend, anderen die Rettung des Landes anvertrauten, das infolgedessen abhängig und gedemütigt verblieb.

Österreich ist mächtig, seine Heere sind zahlreich und seine furchtbaren Nachbarn sind aus erbärmlichen dynastischen Rücksichten der Wiedererhebung Italiens zuwider. Der Bourbon D. h. der König von Neapel und Sizilien. hat 100 000 Soldaten. Aber was tuts? Die Herzen von 25 Millionen schlagen stürmisch aus Liebe zum Vaterlande und Sizilien, das sie alle an sich zieht; es hat die Sklaverei nicht mehr ertragen wollen und der Tyrannei den Handschuh ins Gesicht geschleudert. Es fordert sie allerorten heraus, es bekämpft sie zwischen den Mauern der Klöster und auf den Gipfeln seiner erloschenen Vulkane. Allein ihrer sind wenige, und die Schlachtreihen des Gewaltherrn sind zahlreich – die Patrioten werden zerschmettert, aus der Hauptstadt verjagt und gezwungen, in den Bergen ihre Zuflucht zu suchen. Aber sind nicht die Berge die Herberge und das Heiligtum der Freiheit der Völker? Die Amerikaner, die Schweizer, die Griechen hielten die Berge besetzt, als sie von den wohlgeordneten Kohorten der Gewaltherren überwunden waren. »Die Freiheit läßt die, die sie erstreben, nicht im Stich!« Das bewiesen auch jene stolzen Inselbewohner, da sie, aus den Städten verjagt, das heilige Feuer auf den Bergen brennend erhielten. Mühen, Strapazen, Entbehrungen, was können sie denen anhaben, die für die heilige Sache des eigenen Landes und der Menschheit streiten?

O Ihr Tausend! In diesen Tagen schimpflichen Elends ist es eine Freude, Euer zu gedenken. Zu Euch gewandt fühlt die Seele sich hoch über den Dunst dieser Atmosphäre von Räubern und Verworfenen erhoben, bei dem Gedanken, daß, wenn auch der größere Teil von Euch seine Gebeine auf den Schlachtfeldern der Freiheit ausgesät hat, dennoch genug übrig bleiben, um das Andenken an die ruhmvolle Schar aufrecht zu erhalten: Bleibt, Ihr stolzen und beneideten Reste, und haltet Euch stets bereit, Euren kurzsichtigen Neidern zu beweisen, daß nicht Alle Feiglinge und Verräter, nicht Alle schamlose Priester des Bauches sind in diesem Lande, das Herrin und Sklavin zugleich ist. »Wo Brüder sind, die für die Freiheit Italiens streiten, dorthin müssen wir eilen«, sagtet Ihr und eiltet herbei, ohne zu fragen, ob der Feinde, die bekämpft werden sollten, viele wären, ob die Zahl der Braven ausreiche, ob die Mittel für die waghalsige Unternehmung genügten. Ihr eiltet herbei, indem Ihr den Elementen, den Strapazen, den Gefahren, mit denen Feinde, wie auch angebliche Freunde Euren Weg besäten, trotztet. Vergebens kreuzte der Bourbon mit zahlreicher Flotte, hielt Trinakrien, das sein Joch abschüttelte, wie mit einem eisernen Ringe umschlossen und durchfuhr das Tyrrhenische Meer nach allen Richtungen, um Euch in seine Tiefe zu versenken. Vergebens! Ihr stecht dennoch in See, Ihr Argonauten der Freiheit. Dort am südlichen Rande des Horizonts leuchtet ein Stern, der nicht zulassen wird, daß Ihr den Weg verfehlt, der Euch zur Vollbringung des großen Unternehmens führen wird. Es ist der Stern, der dem gewaltigen Sänger Beatricens D. i. Dante. leuchtete und der im trübsten Wettersturm den Großen leuchtete, die ihm nachfolgten: der Stern Italiens. Wo aber sind die Dampfer, die Euch in Villa Spinola aufnahmen und quer durch das Tyrrhenische Meer in den kleinen Hafen von Marsala brachten? Wo? Hat man sie etwa eifersüchtig bewahrt und der Bewunderung des Ausländers und der Nachkommen als ein Bild der größten und ehrenvollsten aller Unternehmungen von Italienern vorgeführt? Keineswegs: sie sind verschwunden. Der Neid und die Lässigkeit derer, die Italien regieren, haben dafür gesorgt, daß diese Zeugen ihrer Schande verschwänden. Die einen sagen, sie seien absichtlich zum Scheitern gebracht; andere, sie verfaulten im abgelegensten Winkel eines Arsenals; noch andere, sie seien wie alte Kleider an die Juden verkauft worden. – Und dennoch fahret, fahret unerschrocken, »Piemont« und »Lombardei«, Namen der beiden Dampfschiffe, die die Tausend nach Sizilien führten. ihr edlen Fahrzeuge der edelsten Kriegerschar! Die Geschichte wird aller Verkleinerung zum Trotz Eure Namen bewahren. Und wenn die Letzten der Tausend, die die Sichel der Zeit bis zuletzt auf gespart, am häuslichen Herde den Enkeln die wunderbare Unternehmung erzählen, an der sie die Ehre hatten teilzunehmen, so werden sie der staunenden Jugend die ruhmvollen Namen derer, die sich zu der kühnen Expedition zusammengetan, eifrig ans Herz legen. – Fahret, Fahret! Ihr tragt die Tausend, denen sich Millionen anschließen werden an dem Tage, da die betrogenen Massen einsehen werden, daß der Priester ein Betrüger und die Gewaltherrschaft eine ungeheuerliche Zeitwidrigkeit ist. Wie schön waren Deine Tausend, o Italien, da sie gegen die mit Federn und Goldlitzen ausstaffierten Tyrannenknechte stritten und sie wie eine Herde vor sich hertrieben. Schön, schön wäret Ihr in Eurer verschiedenartigen Kleidung, wie Ihr Euch an Euren Werkstätten befunden hattet, als die Trommel der Pflicht Euch rief. Schön waret Ihr, schön im Rock und Hut des Studenten wie in dem bescheideneren Kleide des Maurers, des Zimmermannes, des Schmiedes! Hierzu bemerkt Garibaldi: Gern hätte ich hier hinzugefügt: »des Bauern – aber ich will die Wahrheit nicht verbergen. Diese kraftvolle und arbeitsame Schicht gehört den Priestern, die sie in der Unwissenheit erhalten. Und ich habe tatsächlich nie einen Bauer in meinen Freischaren erblickt. Sie dienen allerdings im regulären Heere – gezwungen –, sind aber die wertvollsten Werkzeuge der Despotie und des Klerus.«

Ich befand mich in Caprera, als mir die ersten Nachrichten von Unruhen in Palermo zukamen. Bald sprach man von einem Aufstande, der um sich griffe; bald hieß, es, er sei bei den ersten Kundgebungen bereits unterdrückt worden. Doch erhielten sich die Gerüchte von Unruhen, die stattgehabt hätten, seien sie nun unterdrückt worden oder nicht. Von den Freunden auf dem Festlande erhielt ich Kunde von dem, was vorgefallen war; man bat mich um Waffen und Kriegsbedarf aus dem Fonds der »Million Flinten«, wie eine Subskription für den Ankauf von Waffen sich nannte.

Rosalino Pilo und Corrao schickten sich an, nach Sizilien zu gehen. Da ich die Stimmung derer kannte, die im Norden das Schicksal Italiens bestimmten, und die Bedenken, in die mich die Ereignisse der letzten Monate des Jahres 1859 gestürzt, noch nicht überwunden hatte, so riet ich jenen von ihrem Vorhaben ab, solange sie nicht bestimmtere Kunde von dem Aufstand hätten. Als gereifter Mann tat ich Eis in die glühende, machtvolle Entschließung des jugendlichen Willens. Aber im Buch des Schicksals stand geschrieben, daß dieses Eis und daß alle Theorie und Pedanterie der schon in Fluß geratenen Entwicklung der Geschicke Italiens vergebens Hindernisse entgegentürmen sollten! Ich riet jenen abzustehen, aber, bei Gott! sie wagten das Werk, und zahlreiche Meldungen ließen erkennen, daß der sizilische Aufstand noch nicht unterdrückt war. Ich riet ab? Aber muß nicht der Italiener da zur Hilfe eilen, wo der Italiener für die nationale Sache gegen die Gewaltherrschaft streitet?

Ich verließ Caprera und ging nach Genua, und in den Häusern meiner Freunde Augier und Coltelletti fingen wir an von Sizilien und von dem, was wir tun konnten, zu sprechen. Dann, in Villa Spinola, im Hause des Freundes Augusto Vecchi, wurden die Vorbereitungen für eine Expedition begonnen. – Derjenige, der die überraschende Unternehmung hauptsächlich zuwege gebracht hat, ist sicherlich Bixio. Nino Bixio. Von ihm handelt ebenfalls ein Abschnitt in dem schon angeführten Werk »Italienische Patrioten« von Gräfin Martinengo (deutsche Ausgabe S. 275–301). Sein Mut, seine Tätigkeit und seine Erfahrung auf dem Meere sowie seine Beziehungen in seiner Vaterstadt Genua trugen unendlich dazu bei, uns alles zu erleichtern. Crispi, Francesco Crispi, der hervorragendste Staatsmann des Königreichs Italien in den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts. Lamasa, Orsini, Calvino, Castiglia, die Orlando, Carini und andere Sizilianer waren, ebenso wie die Calabresen Stocco, Plutino und andere, voll Feuer für die Unternehmung. Es wurde zwischen allen ausgemacht, daß man, wenn die Sizilianer sich schlügen, unter allen Umständen dorthin eilen müsse, mochten die Aussichten auf Gelingen gut oder schlecht stehen. – Gleichwohl fehlte nicht viel, daß einige beunruhigende Gerüchte die schöne Unternehmung hintertrieben hätten. Ein mir von einem glaubwürdigen Freunde aus Malta gesandtes Telegramm meldete, alles sei verloren und die Überlebenden der sizilianischen Revolutionäre hätten sich nach jener Insel gerettet.

Mittlerweile begann die Regierung Cavour's, jenes Netz aus Hinterhalten und jämmerlichen Widerwärtigkeiten, die unsere Expedition bis zum letzten Augenblick verfolgten, uns über den Kopf zu werfen. In Wahrheit hat nur Cavour's meisterhafte Diplomatie bewirkt, daß Garibaldi's Expedition ihr Ziel erreichen konnte. – Nachdem sich herausgestellt, daß Italien in jenen schwierigen Zeiten ohne Cavour nicht bestehen könne, war der große Staatsmann im Januar 1860 wieder an die Spitze des Ministeriums getreten. Die Leute Cavour's waren freilich nicht imstande zu sagen: »Wir dulden keine Expedition nach Sizilien«; denn die allgemeine Meinung unserer Nation hätte in diesem Falle sich gegen sie erklärt und ihre trügerische Popularität, die sie mit dem Gelde der Nation durch Bestechung von Menschen und Zeitungen sich erworben, würde wahrscheinlicherweise erschüttert worden sein. – Unter diesen Umständen konnte ich für die kämpfenden Brüder in Sizilien tätig sein, ohne ernstlich zu befürchten, von jenen Herren verhaftet zu werden, und auf der anderen Seite von dem hochherzigen Empfinden des Volkes unterstützt, das durch die mannhafte Empörung der mutvollen Inselbewohner mächtig erregt worden war. Nur die Verzweiflung und die unerschütterliche Beharrlichkeit der Männer der »Vesper« konnten eine solche Erhebung durchführen. La Farina, den Cavour sandte, um uns zu überwachen, ließ durchblicken, daß er unserem Unternehmen kein Vertrauen entgegenbringe, und führte, um mich von dem Gedanken abzubringen, seine Bekanntschaft mit der Bevölkerung Siziliens ins Feld, da er nämlich selbst Sizilianer ist, legte mir auch dar, daß die Aufständischen nach dem Verlust von Palermo in jedem Falle verloren wären. Allein eine durch ihn selbst uns übermittelte Meldung der Regierung trug dazu bei, uns in dem Entschlusse zu handeln zu bestärken. In Mailand nämlich, teilte er mit, lägen 15 000 Gewehre sowie auch Gelder, über die man verfügen könnte. An der Spitze der »Einen Million Gewehre« standen Besana und Finzi, auf die man ebenfalls rechnen konnte. Besana kam auf meine Aufforderung nach Genua, mit Geld versehen und unter Hinterlassung des Befehls in Mailand, die Gewehre, die Munition und den sonstigen Kriegsbedarf, der sich dort befand, uns zu übersenden. Zu gleicher Zeit verhandelte Bixio mit dem Mitglied der Verwaltung der Dampfergesellschaft Rubattino, Fauché, über Dampfer, die uns nach Sizilien bringen konnten. Die Sache befand sich in gutem Gange, und dank der Tatkraft Fauchés und Bixios und dem hochherzigen Drängen der italienischen Jugend, die von allen Seiten herbeieilte, fanden wir uns nach wenigen Tagen imstande, uns einzuschiffen – als ein unerwarteter Zwischenfall unsere Unternehmung nicht nur aufhielt, sondern fast unmöglich machte.

Diejenigen nämlich, die ich nach Mailand gesandt hatte, um die Gewehre in Empfang zu nehmen, fanden vor deren Aufbewahrungsorte die königlichen Carabinieri, die ihnen untersagten, auch nur ein einziges Gewehr fortzunehmen. Cavour hatte diesen Befehl erteilt. Dieses Hindernis mußte uns notwendigerweise ungemein verdrießen und behindern, aber es machte uns doch unserem Vorhaben nicht abwendig, und da wir unsere eigenen Waffen nicht erhalten konnten, so bemühten wir uns, anderswo Waffen zu beschaffen, was uns auch sicherlich geglückt wäre. Doch bot uns dann La Farina 1000 Gewehre und 8000 Lire an, die ich ohne Hintergedanken annahm: eine schäbige Freigiebigkeit hochgestellter Füchse! Tatsächlich blieben uns unsere eigenen guten Gewehre vorbehalten, die in Mailand verblieben, und wir sahen uns genötigt, die sehr schlechten Gewehre in Gebrauch zu nehmen, die La Farina uns verschafft hatte. Meine Gefährten von Calatafimi werden berichten, mit welch erbärmlichen Waffen sie in jener ruhmvollen Schlacht gegen die mit vortrefflichen Karabinern ausgestatteten bourbonischen Gegner zu streiten hatten!

Dies alles verzögerte unseren Aufbruch und wir sahen uns infolgedessen genötigt, viele Freiwillige wieder nach Hause zu schicken, da ihre Zahl für die Unzulänglichkeit der Transportmittel zu groß wurde, sowie um nicht ohne Nutzen den Argwohn der Polizei – auch der französischen und sardinischen – zu erregen. Allein der feste Wille, etwas auszurichten und unsere sizilischen Brüder nicht zu verlassen, überwand jedes Hindernis. Die Freiwilligen, die für die Expedition bestimmt waren, wurden einberufen und stellten sich alsbald ein, besonders aus der Lombardei; die genuesischen andererseits hatten wir schon in Bereitschaft gehalten. Waffen, Munition, Lebensmittel und unser geringes Gepäck wurden an Bord kleiner Boote gebracht. 2 Dampfschiffe, »Lombardo« und »Piemonte«, jenes von Bixio, dieses von Castiglia geführt, wurden gemietet und verließen in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai den Hafen von Genua, um die Mannschaft an Bord zu nehmen, die teils in La Foce, teils in Villa Spinola ihrer harrte.

Einige Schwierigkeiten, die bei dieser Art von Unternehmungen unvermeidlich sind, verfehlten nicht, sich uns in den Weg zu stellen. Im Hafen von Genua an Bord von 2, unterhalb des Arsenals ankernden Dampfschiffen zu gelangen, sich der Bemannung zu bemächtigen und diese zu zwingen, denen, die sie überfielen, Obwohl alles mit der Dampfergesellschaft Rubattino verabredet war, mußte der äußere Schein erweckt werden, als hätten die Garibaldianer sich der beiden Schiffe durch Überfall gewaltsam bemächtigt. behilflich zu sein, dann die Maschinen zu heizen und den »Lombardo« vom »Piemonte«, der eher in Bereitschaft war, ins Schlepptau nehmen lassen, und das alles bei hellstem Mondenschein – das sind Dinge, die leichter zu beschreiben als auszuführen sind und zu denen viel Kaltblütigkeit, Umsicht, wie auch Glück vonnöten ist. Die beiden Sizilianer Orlando und Campo, die an der Expedition teilnahmen und beide Ingenieure waren, bewährten sich in jenen Umständen vortrefflich. – Gegen Morgen war alles an Bord. Die Lust an den Gefahren und den Wechselfällen des Geschicks und die Freude, die das Bewußtsein, der heiligen Sache des Vaterlandes zu dienen, gewährte, leuchtete den Tausend aus den Augen. Es waren tausend, alles ehemalige Alpenjäger, eben die, die einige Monate früher Cavour im hintersten Winkel der Lombardei, mit den Österreichern auf den Fersen, im Stich gelassen und denen er sich geweigert hatte, die Verstärkung, die der König befohlen, zu senden – die nämlichen Alpenjäger, die sich, als man unglücklicherweise ihrer bedurfte, von dem Ministerium zu Turin wie Pestverdächtige aufgenommen und dann wie solche fortgejagt sahen – die nämlichen Tausend, die zweimal in Genua erschienen trotz der unverkennbaren Gefahr, die ihnen dort drohte, und die stets da erscheinen werden, wo es sich darum handeln wird, für Italien das Leben in die Schanze zu schlagen, ohne auf eine andere Vergeltung zu hoffen, als die, die ihnen ihr Gewissen gewährt.

Schön waren diese meine jungen Veteranen der italienischen Freiheit, und ich, stolz auf ihr Vertrauen in mich, fühlte die Kraft in mir, das Schwerste zu vollbringen.


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