Emile Gaboriau
Der Strick um den Hals
Emile Gaboriau

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Am folgenden Tage wurde der Graf von Claudieuse vereint mit seiner jüngeren Tochter bestattet, und noch an demselben Abend verließ die Gräfin Sauveterre, um bei ihrem Vater in Paris Wohnung zu nehmen.

Wie nicht anders zu erwarten war, wurde das Urteil, welches Jacques getroffen hatte, aufgehoben und Cocoleu des Verbrechens von Valpinson schuldig befunden und zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt.

Vier Wochen später feierte Jacques von Boiscoran mit Fräulein Denise von Chandoré in der Kirche zu Bréchy seine Vermählung. Zeugen des Bräutigams waren Magliore und Doktor Seignebos, Zeugen der Braut Folgat und Daubigeon. Selbst der vortreffliche Staatsanwalt vergaß an diesem Tage ein wenig den Ernst seines Amtes. Er wiederholte unaufhörlich das

»Nunc est bibendum, nunc pede libero Pulsanda tellus.«

Und er trank wirklich brav, eröffnete auch den Ball mit der Neuvermählten.

Herr Galpin-Daveline wohnte diesen Festlichkeiten nicht bei. Er wurde nach Afrika versetzt. Aber Méchinet glänzte durch seine Anwesenheit und war fortan, dank der zarten Rücksicht Jacques', von seinen drückenden Geldverlegenheiten befreit . . .

Meister Blangin hat heute bereits fast alles Geld, das er von Fräulein Denise erpreßte, durchgebracht . . . Cheminot, in Boiscoran als Haus- und Hofwächter angestellt, ist der Schrecken aller Vagabunden geworden, und Goudar, jetzt Obstgärtner auf eigenem Grund und Boden, züchtet die schönsten Pfirsiche von ganz Paris.


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