Emile Gaboriau
Der Strick um den Hals
Emile Gaboriau

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27

Alle Beteiligten in Sauveterre, der Herr von Chandoré ebenso wie Jacques, verkannten den Marquis von Boiscoran. Allerdings hatte er sich in den Kopf gesetzt, in Paris zu bleiben, aber das geschah gewiß nicht aus Gleichgültigkeit, sondern er starb fast vor Angst und Sorge.

Er hatte seine Tür fest verschlossen gegen alle Besucher, selbst gegen seine alten Freunde und gegen die Antiquitätenhändler. Er sichtete und beschaute seine Sammlungen nicht mehr. Nichts konnte ihn aus seiner trüben Niedergeschlagenheit emporreißen als die Ankunft eines Briefes aus Sauveterre.

Auf diese Weise konnte er auch aus der Ferne alle Stufen des Prozesses bis in die geringsten Einzelheiten verfolgen. Allein vergebens drang man in ihn, selbst nach Sauveterre zu kommen, vergebens beschwor man ihn sogar im Interesse seines Sohnes. Er wich nicht von seinem Platze.

Natürlich machte die Dienerschaft darüber im stillen ihre Bemerkungen.

»Es muß etwas Ungewöhnliches in dem Herrn Marquis vorgehen!« sagte der Kammerdiener zu den andern Dienstleuten im Vertrauen.

In der Tat verbrachte der alte Edelmann seine Tage und einen Teil der Nächte in seinem Arbeitsgemach in einen Lehnstuhl gesunken, kaum etwas genießend, schlaflos, unaufmerksam gegen alles, was um ihn vorging. Auf seinem Tische lagen in wohlgeordneter Reihenfolge alle seine Briefe aus Sauveterre, und er las sie ohne Unterlaß wieder und wieder, verglich ihren Inhalt miteinander, erläuterte sich, so gut er konnte, alle Ausdrücke und versuchte, aber ohne allen Erfolg, den Kern der Wahrheit aus dieser Masse von Einzelheiten und Auskünften herauszuschälen.

Eins aber stand fest: Er war bereits vollständig herausgeschleudert aus der angenehmen Sicherheit, in der er sich anfangs gewiegt hatte.

Eines Morgens befand er sich denn auch zu sehr früher Stunde bereits in seinem Arbeitszimmer. Seine Besorgnisse waren noch unerträglicher als gewöhnlich, denn Herr Folgat hatte ihm am Tage zuvor geschrieben:

»Morgen nimmt alle unsere Ungewißheit ein Ende, morgen wird sich die Decke des Geheimnisses heben, denn morgen darf Jacques seinen gewählten Verteidiger, Herrn Magloire, empfangen. Sie werden dann Neues erfahren.«

Diese Neuigkeiten erwartete der Marquis, und schon zweimal hatte er geklingelt, um zu fragen, ob der Briefträger noch nicht erschienen sei, als plötzlich der Kammerdiener eintrat und mit bestürzter Miene meldete:

»Die Frau Marquise, Herr, ist soeben mit Antoine, dem Kammerdiener des Herrn Jacques, eingetroffen.«

Er hatte kaum geendet, als die Marquise selbst erschien, noch kraftloser als am Tage zuvor im Sprechzimmer des Gefängnisses, weil die Anstrengungen einer Nachtfahrt auf der Eisenbahn sie ermattet hatten.

Der Marquis war sofort aufgesprungen.

Kaum hatte der Kammerdiener sich zurückgezogen, so fragte er seine Gemahlin mit einer Stimme, die gleichzeitig der Ausdruck der Erwartung und Befürchtung war:

»Ist etwas Ungewöhnliches geschehen?«

»Ja«, antwortete die Marquise.

»Gutes oder Schlimmes?«

»Etwas Trauriges.«

»Mein Gott! Hat Jacques gestanden?«

»Was soll er gestehen, da er unschuldig ist?«

»Nun, dann hat er sich gerechtfertigt?«

»Gegen mich, gegen Herrn Folgat, gegen Doktor Seignebos, gegen uns alle, die ihn kennen und lieben, ja. Aber nicht vor der öffentlichen Meinung, nicht vor seinen Feinden und der Justiz. Er erklärt alles, aber die Beweise fehlen ihm.«

Das schon so düstere Antlitz des Marquis verfinsterte sich noch mehr.

»Mit anderen Worten, man soll seiner bloßen Versicherung glauben«, sagt er.

»Nun, glaubst du ihr denn nicht?«

»Ach, es handelt sich hier nicht um mich, sondern um die Richter!«

»Für sie sind wir Beweise zu finden bemüht. Herr Folgat, der mit mir zugleich eingetroffen ist und noch heute zu dir kommen wird, hofft diese Beweise zu schaffen.«

»Beweise worüber?«

Vielleicht hatte die Marquise diese Frage befürchtet und sich auf deren Beantwortung vorbereitet, und dennoch fühlte sie sich jetzt durch sie verwirrt.

»Jacques«, begann sie zögernd, »war der Liebhaber der Gräfin von Claudieuse.«

»Ah!« unterbrach sie der Marquis, und in einem Tone beleidigenden Spottes fügte er hinzu:

»Also eine Ehebruchsgeschichte!«

Die Marquise schwieg einige Sekunden, dann entgegnete sie: »Als die Gräfin erfuhr, daß Jacques sich verheiraten wolle und sie verlasse, beschloß sie, sich zu rächen.«

»Und um sich zu rächen, versuchte sie, ihren Mann zu töten . . .«

»Sie wollte frei sein . . .«

Der Marquis unterbrach seine Frau mit einem heftigen Fluch.

»Und das ist alles, was Jacques gefunden hat?« fragte er. »Um mit dieser Geschichte hervorzukommen, hat er während der Untersuchung geschwiegen?«

»Du läßt mich ja gar nicht zu Worte kommen! Unser Sohn ist das Opfer unerhörter Zufälligkeiten . . .«

»Natürlich, natürlich! . . . Unerhörte Zufälligkeiten sind der ewige Refrain dieser Tausende von Schuften, welche alljährlich verurteilt werden. Glaubst du denn, daß diese die Wahrheit eingestehen? Niemals! Frage sie nur, sie werden dir samt und sonders sagen, daß sie die Opfer des Verhängnisses sind, oder irgendeiner finstern Intrige, oder gar eines Irrtums der Justiz. Wie kann es nur in unserer Zeit noch Justizirrtümer geben, wo die Beweisaufnahmen der Anklagekammern stets die Ermittlungen der Untersuchungsrichter genau nachprüfen!«

»Du wirst Herrn Folgat sehen, der dir seine Hoffnungen mitteilen wird . . .«

»Und wenn diese fehlschlagen?«

Frau von Boiscoran senkte den Kopf.

»Was geschieht dann?« beharrte der Marquis.

»Es ist noch nicht alles verloren, mein Freund; nur werden wir den schrecklichen Schmerz haben, unsern Sohn vor die Geschworenen gestellt zu sehen.«

Der alte Edelmann richtete sich hoch auf, sein Gesicht wurde purpurrot, seine Nasenflügel erweiterten sich, der wildeste Zorn funkelte in seinen Augen.

»Jacques vor die Geschworenen!« schrie er mit donnernder Stimme; »und das wagst du mir zu sagen, so kalt, als handelte es sich um etwas ganz Natürliches, um etwas Selbstverständliches, um etwas nur Mögliches! Und wohin kommt er, wenn er das Geschworenengericht passiert? Er wird verurteilt, und man sieht einen Boiscoran im Zuchthause! Doch nein, das ist nicht wahr! . . . Ich behaupte nicht, daß ein Boiscoran kein Verbrechen begehen könne, die Leidenschaft kann bis zum Wahnsinn fortreißen . . . aber ein Boiscoran weiß sich dann selbst zu richten. Blut wäscht alles ab. Jacques aber zieht den Henker vor, er wartet, er greift zur Waffe der List, er will sich vor Gericht verantworten . . . er ist zufrieden, wenn er nur seinen Kopf retten kann; er schätzt sich glücklich, wenn er mit einigen Jahren Strafarbeit wegkommt . . . Und dieser Feigling wäre ein Boiscoran, in seinen Adern flösse mein Blut? Nein, Madame!« setzte er in einem anderen Tone hinzu, »Jacques ist nicht mein Sohn!«

So niedergedrückt auch die Marquise war, unter dieser schweren Beleidigung richtete sie sich stolz auf.

»Ich weiß, was ich sage», fuhr er fort. »Ich erinnere mich an alles, wenn auch Sie alles vergessen haben . . . Denken Sie an die Vergangenheit . . . erinnern Sie sich an den Tag der Geburt Jacques und sagen Sie mir, in welchem Jahr es war, daß Herr von Margeril sich mit mir nicht schlagen wollte!«

»Und dies sagen Sie mir heute nach dreißig Jahren und unter solchen Umständen? O mein Gott!«

»Ja, nach dreißig Jahren! . . . Dergleichen Erinnerungen löscht keine Ewigkeit aus. Und ohne diese Umstände, von denen Sie reden, hätte ich Ihnen nie etwas gesagt . . . Wir haben in gutem Einverständnis miteinander gelebt, doch zwischen uns stand stets wie eine eiserne Mauer der Verdacht . . . Ich zweifelte und schwieg. Aber heute, wo die Tatsachen meine Zweifel rechtfertigen, wiederhole ich Ihnen: Jacques ist nicht mein Sohn!«

Im Grunde der meisten Wesen, die äußerlich friedlich und glücklich erscheinen, ruht, wie ein feines Gift in einem Becher klaren Wassers, ein bösartiges Mißtrauen, das bei der geringsten Erschütterung an die Oberfläche kommt.

Außer sich vor Schmerz, Zorn und Schmach, rang die Marquise die Hände.

»Welche Kränkung!« rief sie. »Was Sie sagen, ist fürchterlich. Es ist unwürdig, diese infame Verdächtigung noch den Martern hinzuzufügen, welche ich bereits erdulde!«

Herr von Boiscoran brach in ein krampfhaftes Lachen aus.

»So bin ich es wohl, der diese Lage geschaffen hat!« rief er.

»Nun denn! Ja, es ist wahr, ich bin einstmals unvorsichtig und unüberlegt gewesen. Ich war jung, ich kannte das Leben nicht, die Welt war mir nur ein Fest, und Sie, mein Herr, der mir ein Führer sein sollte, schienen mich zu vernachlässigen . . . Ich war nicht fähig, die Folgen einer nicht bös gemeinten Koketterie vorauszusehen . . .«

»Sie sehen aber doch nun diese Folgen! Nach dreißig Jahren verleugne ich das Kind, welches meinen Namen trägt, und ich sage, daß es, wenn es unschuldig ist, den Fehler seiner Mutter büßt. Unglücklicherweise vergaß sich Ihr Sohn so weit, daß er das Weib eines andern, nach dem ihn gelüstete, abwendig machte, und nachdem er ergriffen worden ist, erscheint es nur gerecht, daß er als Ehebrecher bestraft wird . . .«

»Aber Sie wissen wohl, daß ich meine Pflichten gegen Sie nicht verletzt habe!«

»Ich weiß nichts!«

»Sie haben es indessen anerkannt, indem Sie eine Erklärung zurückwiesen, die mich gerechtfertigt haben würde.«

»Es ist wahr, ich bin vor einer Erklärung zurückgeschreckt, welche bei Ihrem unerträglichen Hochmut notwendigerweise mit einem Bruche, also mit einem abscheulichen Skandal geendet hätte.«

Die Marquise hätte entgegnen können, daß ihr Gemahl, indem er eine Rechtfertigung zurückwies, auf das Recht verzichtet habe, jemals wieder einen Vorwurf zu erheben, aber wozu hätte das genützt?

»Alles, was ich weiß«, fuhr er fort, »war, daß es in der Welt einen Menschen gab, den ich töten wollte. Das Gespräch zweier Gecken hatte mir seinen Namen verraten. Ich suchte ihn auf und sagte ihm, daß ich Genugtuung fordere und daß ich von seiner Ehre verlange, den eigentlichen Grund unseres Zusammentreffens selbst unseren Zeugen gegenüber zu verschweigen. Er verweigerte mir diese Genugtuung unter dem Vorgeben, daß er mir keine schulde, daß Sie verleumdet seien und daß er sich mit mir nicht eher schlagen werde, als bis ich ihn öffentlich beleidigte . . .«

»Und dann . . .«

»Was sollte ich danach tun? Eine Untersuchung beginnen? Ihre Vorsicht hätte sie gewiß ergebnislos gemacht. Sie ausspionieren? Das hätte mich unnütz entwürdigt, da Sie sich in acht nahmen. Oder hätte ich auf Scheidung klagen sollen? Das Gesetz bot mir allerdings dieses Hilfsmittel. Ich konnte Sie vor die Richter bringen, Sie den beißenden Spöttereien meines Anwalts und mich den Späßen des Ihrigen aussetzen . . . Ich hatte das Recht, uns zu erniedrigen, meinen Namen zu entehren . . . Ah, lieber tausendmal ein Betrogener!«

Frau von Boiscoran schien niedergeschmettert.

»Darin also«, murmelte sie, »liegt die Erklärung Ihres Benehmens seit vielen Jahren.«

»Ja. Daher kam es, daß ich sofort auf jede amtliche Laufbahn verzichtete, was Sie Stolz nannten. Daher kam es, daß ich mich von der Gesellschaft zurückzog, weil ich immer die lächelnden Gesichter der Spötter zu sehen glaubte . . . Daher kam es, daß ich Ihnen die Erziehung Ihres Sohnes und die Leitung unseres Hauswesens überließ, während ich selbst der leidenschaftliche Sammler, der verstockte Egoist wurde, als den man mich kennt.«

Es war mehr Bedauern als Vorwurf in den Blicken der Marquise.

»Sie haben mir nun Ihren ungerechten Verdacht ausgesprochen, mein Herr«, erwiderte sie, »aber ich war ruhig und befestigt im Gefühl meiner Unschuld, und ich hoffe, daß die Zeit und mein Betragen Ihren Verdacht ausgerottet haben.«

»Das einmal verlorene Vertrauen kehrt nicht wieder.«

»Aber mir ist nie die schreckliche Idee gekommen, daß Sie an Ihrer Vaterschaft zweifeln könnten.«

Der Marquis schüttelte den Kopf.

»Und doch war es so«, versetzte er. »Ich habe entsetzlich gelitten. Ich liebte Jacques. Ja, trotz allem und mir selbst zum Trotz, ich liebte ihn! Denn besaß er nicht alle Eigenschaften, welche die Freude und den Stolz einer Familie ausmachen? War er nicht freigebig und stolz, offen für alle edlen Eindrücke, anhänglich und stets geneigt, mir gefällig zu sein? Nie habe ich Ursache gehabt, mich über ihn zu beklagen. Aber leider! wenn man mich als den glücklichsten Vater bezeichnete, war ich der unglücklichste Mensch.«

Der Zorn des Marquis war geschwunden, aufgezehrt durch sein eigenes Übermaß. Er hatte sich selbst in Rührung hineingeredet; er ließ sich in einen Sessel fallen und verbarg sein Gesicht in den Händen.

»Wenn er nun aber mein Sohn wäre!« murmelte er. »Wenn er doch wohl unschuldig wäre! Oh, dieser Zweifel ist unerträglich! Und ich habe mir in den Kopf gesetzt, mich nicht von der Stelle zu rühren! Ich habe nichts für ihn getan, obwohl ich alles gekonnt hätte! Es wäre mir so leicht gewesen, zu erlangen, daß diese Untersuchung einem andern übertragen würde als diesem Galpin-Daveline, der erst sein Freund war und nun sein Todfeind geworden ist!«

Herr von Boiscoran hatte gesagt, daß der Hochmut der Marquise unerträglich sei. Und dennoch kämpfte sie, die beleidigt worden war, wie nur je ein Weib beleidigt werden konnte, alle Empörung ihres innersten Wesens nieder. Sie dachte nur an ihren Sohn, und darum blieb sie gelassen.

Sie zog einen Brief aus ihrer Tasche, den ihr Jacques noch am Abend ihrer Abreise zugesandt hatte, und überreichte ihn ihrem Gatten.

»Lies«, sagte sie bewegt, »was dir unser Sohn schrieb.«

Mit zitternder Hand nahm der Marquis das Schreiben, riß das Kuvert auf und las:

»Wollen Sie mich auch verlassen, lieber Vater, wenn alle Welt mich verläßt? Nie war mir Eure Zuneigung notwendiger als jetzt. Die Gefahr ist groß. Alles hat sich gegen mich gewendet. Vielleicht wird es mir unmöglich gemacht, meine Unschuld darzulegen. Aber Sie, sollten Sie Ihren Sohn eines albernen und feigen Verbrechens fähig halten? . . . O nein, nicht wahr? Mein Entschluß ist gefaßt, ich kämpfe bis zum äußersten. Bis zum letzten Atemzuge werde ich nicht mein Leben, sondern meine Ehre verteidigen . . . Ach, wenn Sie wüßten! . . . Aber es gibt Dinge, die sich nicht schreiben lassen, die man nur Aug' in Aug' seinem Vater sagen kann . . . Ich beschwöre Sie, kommen Sie, damit ich Sie sehe, damit Ihre Hand die meine drücke! Entziehen Sie nicht diesen unschätzbaren Trost Ihrem unglücklichen Sohne!«

Der Marquis war aufgesprungen.

»O ja, wohl bist du unglücklich!« rief er.

Und sich halb seiner Frau zuneigend, fuhr er fort:

»Ich unterbrach dich vorhin . . . Ich bitte dich jetzt, mir alles mitzuteilen.«

Die Mutterliebe erstickte den letzten Groll der Frau. Ohne einen Schatten des Zögerns und als ob nichts geschehen wäre, wiederholte die Marquise die ganze Geschichte, welche Jacques dem Anwalt Magloire erzählt hatte.

Der Marquis schien wie vernichtet.

»Es ist unerhört!« rief er wiederholt. »Das also war es«, fuhr er fort, als seine Gemahlin geendet hatte, »warum Jacques sich stets so verstört zeigte, wenn von der Gräfin Claudieuse die Rede war, und warum er dir sagte, daß er immer zur andern Tür hinausgehe, wenn die Gräfin zu der einen hereintrete . . . Wir vermochten diese Abneigung nicht zu begreifen . . .«

»Leider war es keine Abneigung. Jacques wollte damit nur der klugen Verstellung der Frau von Claudieuse zu Hilfe kommen.«

Der Marquis zögerte unschlüssig; in weniger als einer Minute drückten sich in seinem Gesicht die entgegengesetztesten Empfindungen aus. Endlich sprach er:

»Alles, was noch möglich ist, um meine bisherige Untätigkeit wiedergutzumachen, werde ich tun. Ich gehe nach Sauveterre. Jacques soll gerettet werden. Herr von Margeril ist allmächtig, geh zu ihm, ich gestatte es dir, ich verlange es sogar . . .«

Zwei Tränen glänzten in den Augen der Marquise.

»Begreifst du denn nicht«, sagte sie, »daß das, was du verlangst, nun unmöglich ist? Alles in der Welt, alles . . . nur dieses nicht! Aber Jacques ist unschuldig, wie ich; Gott wird uns gnädig sein, Herr Folgat wird unsern Sohn retten.«


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