Autorenseite

 << zurück weiter >> 

Die 35. Fabel, von dem Schaf und der Krähe

Diese Fabel wird denen gesagt, die Wehrlose plagen.

Eine geilende Krähe setzte sich auf ein Schaf und reizte es. Da sie das eine Zeit lang getan hatte, sprach das Schaf zu ihr: hättest du einen Hund gereizt, wie du mir tust, du möchtest weder sein Bellen ertragen haben, noch den Zorn seines Maules. Da sprach die Krähe zu dem Schaf: ich sitz auf den höchsten Felsen und harten Gipfeln der Berge und weiß doch wohl, wen ich reizen und letzen darf, denn ich bin alt von Jahren und bin den Unschuldigen hart und den Freudigen freundlich, also haben mich die Götter erschaffen.


 << zurück weiter >>