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Sommer-Mittag

Nach Georg Britting

Sonne strahlt sich kräftig aus.

Weiß mit schmutzig-schwarzen Tupfen
steht die Ziege vor dem Haus,
um sich träge Gras zu rupfen.

Brunnen rauscht,
Biene summt.
Ziege hebt den Kopf und lauscht,
hört den Brunnen und die Ferne rauschen.

Knecht und Magd sind lang verstummt,
weil sie heiße Küsse tauschen.
Knecht weiß darin viel zu lehren.
Magd mag, weil es doch zu brutig,
sich nicht wehren.
Und der Knecht wird mutig.

Sonne strahlt sich kräftig aus,
strahlt aufs strohbedeckte Haus,
strahlt auf Menschen, Acker, Ziegen,
preßt die Säfte aus den Poren,
läßt auch mich nicht ungeschoren.

Könnt ich doch im Schatten liegen!


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