Oskar Meding
Zwei Kaiserkronen
Oskar Meding

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Dreizehntes Kapitel

In der alten, engen und von Wagen und Fußgängern vom Morgen bis zum Abend dicht angefüllten Rue du Faubourg Montmartre liegt nahe bei der Einmündung dieser Straße in die große Verkehrsader der Boulevardlinie das Haus Nr. 13 – ein altes hohes Gebäude mit einer nicht sehr breiten Straßenfront und mit einem großen Torweg, durch welchen man in einen geräumigen innern Hof gelangt. Links von dem Eingange befand sich in diesem Hofe ein Aufgang, der über eine breite Treppe nach dem im ersten Stockwerk befindlichen Hauptquartier der sogenannten hannöverschen Legion führte.

An einem heißen Sommertage schritt ein mittelgroßer schlanker Mann, vom Boulevard herkommend, in die Rue du Faubourg Montmartre und blieb vor diesem Hause stehen, sorgfältig durch die Gläser seiner Brille die Nummer betrachtend, welche sich oberhalb der Tür befand. Das Gesicht dieses Mannes, lang und scharf geschnitten, war lebhaft gerötet, seine geistvollen, lebendigen Augen blickten mit dem Ausdruck einer gewissen Starrheit vor sich hin, den man oft bei kurzsichtigen Augen findet, – auf dem Kopf mit dem kurzgeschnittenen Haar trug er einen hohen geraden Zylinderhut, – seine einfache dunkle Kleidung zeigte nicht den Schnitt der Moden des letzten Jahres, und seine ganze Erscheinung hätte auf den Bewohner einer kleinen Provinzstadt schließen lassen können, wenn nicht die freie Sicherheit, mit welcher er sich in dem dichten Menschengewühl bewegte, und das unbefangene nil admirari, welches auf seinen Gesichtszügen lag, den gereisten und an große Städte und große Verhältnisse gewöhnten Touristen hätte erkennen lassen.

Als er sich von der Richtigkeit der von ihm gesuchten Nummer überzeugt hatte, durchschritt er den Eingang unter dem Torweg und trat einen Augenblick in die auf dem Hofe befindliche Conciergeloge, stieg dann die links zum ersten Stockwerk führende Treppe hinauf und zog die an der Tür des Vorflurs befindliche Glocke.

Ein junger Bursche von dem blonden, kräftigen Menschenschlage Niedersachsens öffnete sogleich die Türe und lächelte freudig überrascht, als der Fremde in deutscher Sprache fragte: »Wohnt hier der Baron von Düring?«

»Wen habe ich die Ehre, dem Herrn Major zu melden?« fragte der junge Mensch, die Tür weit öffnend.

»Mein Name ist Gustav Rasch,« erwiderte der Angekommene, auf den Vorplatz tretend, – »geben Sie Herrn von Düring diese Karte.«

»Darf ich Sie bitten, einen Augenblick bei den andern Herren einzutreten, – der Herr Major hat in diesem Augenblick Besuch, wird aber wohl bald frei sein.«

Er öffnete eine innere Tür und Gustav Rasch, der bekannte geistvolle und unermüdliche Reisende, – der beharrliche Vorkämpfer für die Rechte der Schleswig-Holsteiner, als diese noch unter dänischer Herrschaft seufzten, – trat in einen großen Salon, mit dunkelgrünen Lehnstühlen und ebensolchen Divans an den Wänden möbliert. In der Mitte des Zimmers stand ein großer Tisch mit grüner Decke, – das einzige breite Fenster war mit dunkelgrünen Vorhängen drapiert, vor demselben saß an einem kleinen Tisch der frühere hannöverische Premierleutnant von Tschirschnitz, ein großer, schlanker und eleganter junger Mann mit glänzendem dunkeln Haar und Vollbart, kräftig männlichen Zügen und lebhaften feurigen Augen, welche gutmütige Heiterkeit und scharfe Intelligenz zugleich ausdrückten.

Heim von Tschirschnitz gegenüber saß die kleine und volle Gestalt des Kriegskommissärs Ebers, des Rechnungsführers der Legion, dessen volles frisches Gesicht mit blondem Vollbart das Alter von fast fünfzig Jahren, in welchem er stand, kaum erkennen ließ.

Beide Herren hielten Karten in den Händen und waren eifrig in die Kombinationen jenes durch seine vielfach wechselnden Chancen anregenden Spieles vertieft, das in Norddeutschland unter dem Namen Sechsundsechzig bekannt ist und wesentlich dazu dient, um den Kaffee und andere Getränke auszuspielen.

Auf dem breiten Divan an der gegenüberstehenden Wand lag bequem zurückgelehnt der Baron von Mengersen, früher Offizier der hannoverischen Garde du Corps, ein auffallend großer, schön gewachsener junger Mann mit vornehmen Gesichtszügen, – neben ihm saß in einem tiefen Lehnstuhl der Premierleutnant Götz von Olenhusen, eine kleine, magere Erscheinung mit bleichem, etwas gleichgültigem Gesicht, – neben dem letzteren stand auf einein kleinen Seitentisch ein Seidel jenes leichten und angenehmen Wiener Biers, das die Brauerei von Dreher während der Ausstellung nach Paris gebracht und das sich schnell dort eingebürgert hatte.

Bei dem Eintritt von Gustav Rasch erhoben sich die sämtlichen in dem Salon Anwesenden, und Herr von Tschirschnitz ging dem Eintretenden mit artiger Verbeugung entgegen.

»Mein Name ist Gustav Rasch,« sagte dieser, – »ich wünsche Herrn von Düring, einen alten Bekannten, aufzusuchen –«

»Herr von Düring ist in diesem Augenblick beschäftigt,« – erwiderte Herr von Tschirschnitz, – »er wird aber in wenigen Augenblicken zu Ihrer Verfügung stehen, – mein Name ist von Tschirschnitz, – Herr von Mengeisen, – Herr von Götz, – Herr Ebers,« – sagte er, die anderen Herren vorstellend, indem er zugleich einen Lehnstuhl herbeirollte, während Herr von Mengersen aus einem eleganten Etui von Strohgeflecht Herrn Rasch eine Zigarre präsentierte.

»Ich freue mich von Herzen,« sagte dieser, – »hier sogleich einige Mitglieder der hannöverischen Legion beisammen zu finden, für welche ich immer eine so innige Sympathie empfunden habe, – hier befinde ich mich wenigstens in einem Kreise, der noch nicht angesteckt ist von jener Krankheit, die wie eine epidemische Seuche über die ganze Welt verbreitet ist, – von dieser gothaischen Doktrin, welche durch die feige und sklavische Anbetung des Erfolges jetzt ohne Widerspruch die Geister nicht nur in Deutschland, sondern auch im Auslande beherrscht und in Bewunderung vor der preußischen Militärgewalt am Boden liegt.«

»Nun, diese Bewunderung finden Sie hier allerdings nicht,« erwiderte Herr von Tschirschnitz lächelnd, – »wir sind das lebendige Beispiel, daß der Erfolg und die siegreiche Macht nicht alle Herzen unterwirft, – ob unser Widerstand etwas helfen wird, – das liegt freilich im dunkeln Schoß der Zukunft«, – sagte er seufzend.

»Und wenn er vorläufig zu nichts anderem hilft, als an einem lebendigen Beispiel zu zeigen, daß es noch Männer gibt, welche frei und selbständig ihrer Überzeugung folgen und ihr Recht verteidigen wollen, – so haben sie schon Großes getan,« sprach Gustav Rasch lebhaft, – »ich bin kein Legitimist und kein Enthusiast für die Monarchie,« fuhr er fort, – »aber Ihren König achte und verehre ich, – er weiß, was er will, und hat es wenigstens verstanden, würdig zu fallen! – Ich bedaure nur,« sagte er nach einem kurzen Stillschweigen, »daß Sie hier in Frankreich sind –«

»Wo hätten wir denn bleiben sollen?« fiel Herr von Tschirschnitz rasch ein, – »aus Holland hat man uns vertrieben und selbst die freie Schweiz, welche sonst allen Flüchtlingen ein ruhiges Asyl bietet, hat uns unsern Aufenthalt in einer Weise erschwert, die der Ausweisung gleichkam.«

»Traurig – traurig!« rief Gustav Rasch, – »ja,« fuhr er fort, »die Seuche der Anbetung des augenblicklichen Erfolges der Macht hat ihre verderblichen Miasmen überallhin verbreitet. »Hier in Frankreich«, sagte Herr von Tschirschnitz, »haben wir wenigstens Schutz und gastfreie Aufnahme gefunden, – hier können wir ungehindert leben, unsere Leute zusammenhalten und bessere Zeiten erwarten.«

»Und doch ist es traurig, daß Sie hier sind,« erwiderte Gustav Rasch, – »diese kaiserliche Regierung schützt sie zwar, – das ist richtig, – weil sie das Gefühl der Nation nicht durch eine feige Nachgiebigkeit gegen Preußen verletzen kann, – aber dieser falsche und heimtückische Napoleon wird Sie und Ihre Sache nur für seine Zwecke ausbeuten, – es ist ihm bequem, Sie als eine Drohung gegen Preußen zu benutzen, – aber er wird Sie betrügen, wie er noch jeden betrogen hat, dem er die Hand reichte – und wenn er den Pakt mit dem preußischen Militärcäsarismus schließen kann, den er fortwährend erstrebt, – dann werden Sie mit einen Teil des Kaufpreises für die Verständigung bilden.«

Herr von Tschirschnitz blickte schweigend zu Boden.

Herr von Götz leerte mit einem kräftigen Zuge das neben ihm stehende Seidel.

»Doch«, fuhr Gustav Rasch fort, – »dahin wird es nicht kommen, – die Tage des Kaiserreichs sind gezählt, – ich habe jetzt wieder genau die Zustände in allen Schichten der Gesellschaft hier beobachtet und die Überzeugung gewonnen, daß das zerbröckelnde Gebäude der napoleonischen Herrschaft in kurzer Zeit zusammenstürzen muß. Die Demokratie arbeitet systematisch in festgegliederter Organisation und die Stützen der Regierung sind von innerer Fäulnis zerfressen.«

»Sollte nicht Ihr Urteil«, sagte Herr von Mengersen, »ein wenig zu ausschließlich die Zustände in Paris in Betracht ziehen? – Ich lebe mit meiner Abteilung in der Provinz, und dort – soviel ich zu bemerken Gelegenheit gehabt – steht das Kaiserreich noch auf sehr festem Fundament. Die Bevölkerung des flachen Landes ist dem Kaiser sehr ergeben und dankbar für den Wohlstand, zu dem sie unter seiner Regierung gelangt ist.«

»Man wird sich hüten, laut zu sagen, was man denkt,« rief Gustav Rasch, – »wenn dies Gebäude anfängt zu wanken, wird sich keine Hand erheben, um es zu stützen, – außerdem ist Frankreich zu sehr gewohnt, der Leitung von Paris zu folgen, und hier hat das Empire keinen Boden mehr. – Sehen Sie da,« fuhr er fort, indem er ein kleines Heft in brennend rotem Umschlag aus der Tasche zog, – »hier ist Rocheforts neue ›Laterne‹, – sie greift den Kaiser und seine heillose Regierung schonungslos an, – man hat in einem Tage fünfzigtausend Exemplare davon verkauft, – und wenn die Regierung die Dummheit begeht, – an der ich nicht zweifle, – die ›Laterne‹ zu verbieten, – so wird man sich schließlich darum schlagen, – so freudig und enthusiastisch begrüßt man jeden Angriff gegen das Kaiserreich!«

Die Offiziere schwiegen, Herr von Götz zog einen an der Wand herabhängenden Glockenzug und bestellte bei dem eintretenden Diener ein neues Seidel Dreherschen Bieres.

»Das Kaiserreich«, fuhr Gustav Rasch fort, »wird bald zusammenbrechen müssen unter der Last des öffentlichen Unwillens und dann wird der Impuls der Freiheit, von Frankreich ausgehend, auch in Deutschland von neuem den nationalen Geist erwecken, daß er sich gegen den militärischen Cäsarismus erhebt, daß das gesunde Blut des Volkes die Seuche der Erfolganbetung überwindet. Bis das geschieht, müssen auch Sie warten, – von diesem Bonaparte haben wir nichts zu hoffen.«

»Wir erwarten auch wahrlich keine Hilfe von Frankreich,« erwiderte Herr von Tschirschnitz, »wenn nicht das im Jahre 1866 besiegte Prinzip in Deutschland sich noch einmal wieder erhebt, um sein Recht in einem letzten Entscheidungskampfe geltend zu machen; – aber wir werden gewiß niemals die Dankbarkeit vergessen für die gastfreie Aufnahme und den Schutz, den wir hier gefunden –«

Die hintere Tür des Salons öffnete sich.

Der Major von Düring trat ein, ein Mann von kleiner, beweglicher Gestalt, dessen längliches Gesicht von scharfen, geistvollen Zügen, mit blondem Schnurrbart und dünnem, die hohe Stirn weit hinauf freilassendem Haar, den Ausdruck von Mut, Entschlossenheit und Willenskraft zeigte. Ihm folgte der Hauptmann von Hartwig, der Kommandeur der Welfenlegion, ein schlanker, mittelgroßer Mann mit einem offenen, freien Gesicht mit blondem Vollbart, das trotz des ganz kahlen Kopfes jugendlich frisch aussah und durch den Ausdruck ehrlicher Treuherzigkeit sympathisch ansprach.

Herr von Düring begrüßte Gustav Rasch herzlich und führte ihn dann in das an den Salon anstoßende Zimmer, welches zu seiner Privatwohnung gehörte.

Herr von Hartwig setzte sich zu den übrigen.

»Das unglückliche Telegramm,« sagte er, »das von Hietzing aus an mich gekommen ist und in der Schweiz auf unerklärliche Weise bekannt wurde, tut noch immer seine böse Wirkung, – die französische Regierung ist in der größten Verlegenheit; nachdem durch jenes Telegramm unsere militärische Organisation und unser Zusammenhang mit Hietzing bekannt geworden ist, kann man sich hier nur schwer den Interpellationen entziehen, welche von Preußen aus gemacht werden. Es muß eine neue Dislokation stattfinden, – wir müssen an die Loire zurückgehen!«

»Das ist aber sehr unangenehm«, sagte Herr von Götz, – »die Leute sind schon jetzt ein wenig in Verwirrung gebracht, – je mehr wir hin und her ziehen, um so mehr wird die Disziplin gelockert werden, – eine Strafgewalt haben wir ohnehin nicht –«

»Jeder muß tun, was in seinen Kräften steht,« sagte Herr von Hartwig, – »Ihr und Mengersen müßt sofort zu euren Abteilungen abgehen, – ich werde euch die neue Dislokation geben und dann seht, daß ihr sobald als möglich nach euren neuen Quartieren kommt.«

»Die Leute haben sich eben ein wenig in die Verhältnisse gefunden,« rief Herr von Mengersen, – »sie haben hie und da Arbeit übernommen, und es wäre vielleicht möglich geworden, die Kasse des Königs allmählich zu erleichtern, – wenn man aber fortwährend die Standquartiere verändert, so ist daran gar nicht zu denken –«

»Das liegt in den Verhältnissen,« sagte Herr von Hartwig, – »jetzt ist dagegen nichts zu machen, – wenn von Anfang alles vermieden worden wäre, was die französische Regierung hätte kompromittieren können –«

»Unsere Verhältnisse sind ja bis zu dieser Stunde noch nicht klar!« – rief Herr von Tschirschnitz aufstehend, indem er die Spitzen seines langen glänzenden Schnurrbarts emporstrich, – »Düring hat uns ein Schreiben mitgeteilt, wonach ihm die Übermittlung der Befehle an das Kommando der Legion übertragen worden ist, und zugleich ist an uns ein Schreiben gekommen, welches in wunderbar geschraubten Wendungen eigentlich besagt, daß wir Dürings Anordnungen gar nicht zu folgen nötig haben. Wohin um Gottes willen sollen solche Dinge führen? – Wenn die hannöverische Sache politisch ebenso geleitet wird, wie das mit unserer Emigration geschieht, dann kann nur das traurigste und kläglichste Ende die Folge davon sein!«

»Nein,« sagte Herr von Hartwig in seiner offenen, geraden Weise, – »das sind die Wirkungen der Intriguen, welche den Hof umgeben, – die sind von Hannover in das Exil übertragen worden, – aber ich vertraue auf den König, – er weiß, was er will, und er wird, sobald er nur durchschaut, was um ihn her vorgeht, alles wieder auf den rechten Weg führen.«

Herr von Tschirschnitz erwiderte nichts. Seufzend trat er an das Fenster und blickte auf den Hof hinab.

»Mein Gott,« rief er plötzlich, – »da kommt ein Mann über den Hof, – er geht suchend umher, – jetzt spricht er mit dem Concierge, – ich muß das Gesicht gesehen haben, – das muß ein Hannoveraner sein!«

Die anderen Herren eilten ebenfalls an das Fenster.

»Das ist ein Geistlicher aus dem Wendlande,« rief Herr von Hartwig, – »wir haben ihn einmal bei dem alten Oberamtmann von Wendenstein getroffen, – der Concierge zeigt ihm den Weg, – er kommt zu uns, er wird uns Nachrichten aus Hannover bringen!«

Der Kommissär Ebers stand auf und ging in das Vorzimmer hinaus.

Nach einigen Augenblicken kehrte er mit einem jungen, einfach schwarz gekleideten Mann zurück, der, den Hut in der Hand, ein freundlich mildes Lächeln auf den glatten Zügen des bleichen Gesichts mit scharfen, stechend blickenden glatten Augen und mit zurückgekämmtem, fest an den Schläfen anliegendem Haar, in den Salon trat und sich mit fast demütiger Bescheidenheit vor den Herren verneigte. Dann näherte er sich Herrn von Hartwig und sprach mit einer leisen, salbungsvollen Stimme:

»Sie werden sich vielleicht meiner nicht mehr erinnern, Herr Hauptmann, – ich bin der Kandidat Behrmann, Adjunkt des Pfarrers zu Blechow im Wendlande, – ich habe die Ehre gehabt, Sie einmal im Hause des Oberamtmanns von Wendenstein zu sehen.«

»Ich erinnere mich, – ich erinnere mich vollkommen,« – rief Herr von Hartwig, indem er dem jungen Geistlichen mit offener Herzlichkeit die Hand reichte, welche dieser mit etwas steifer Verbeugung ergriff, – »seien Sie herzlich willkommen hier im fremden Lande, Herr Kandidat, – Sie gehören zu den Freunden des Herrn von Wendenstein, – Sie sind ein guter Patriot.«

Der Kandidat warf einen schnellen und scharfen Seitenblick auf die Offiziere, welche Herrn von Hartwig umgaben, und sprach mit demselben ruhig bescheidenen Tone:

»Ich trage die tiefste Teilnahme für das Schicksal meines Vaterlandes im Herzen und bitte Gott, daß er in seiner Weisheit und Gnade alles zu gutem Ende führen möge, – das einzige,« fügte er mit frommem Augenaufschlag hinzu, – »was mein geistliches Amt mir zu tun erlaubt!«

»– Insbesondere«, fuhr er mit stärkerer Betonung fort, – »habe ich oft mit Unruhe und Sorge an meine jungen Landsleute gedacht, welche fern von der Heimat hier in fremden Lande leben, – in einem katholischen Lande, – in welchem sie wohl nur selten einen Geistlichen ihres Glaubens finden, und in welchem ihre Herzen sich entfremden müssen von dem Gottesdienst und den Tröstungen und Erquickungen der Religion. Diese Sorge ist immer stärker und mächtiger in mir geworden, und da die Pflichten meines Amtes mich nicht notwendig in Anspruch nehmen, weil mein Oheim noch mit rüstiger Kraft seines Berufes wartet, – so ist der Entschluß in mir reif geworden, hieher zu gehen und die Emigranten zu besuchen. Ich möchte Ihnen Belehrung und Erbauung bringen, – ich möchte sie stärken in ihrem Glauben und ihrem Vertrauen zur göttlichen Vorsehung, und in den schweren irdischen Kämpfen dieser Zeit sie zurückführen auf den ewigen Ankergrund der Religion. – Wird es mir erlaubt sein,« fragte er, »die Emigranten in ihren Quartieren zu besuchen, – vor ihnen zu predigen und ihnen das heilige Abendmahl zu reichen, wenn sie dessen bedürftig und würdig vorbereitet sind zu seinem Empfange?«

Ernst sprach Herr von Hartwig:

»Es ist eine schöne und edle Aufgabe, die Sie sich gestellt haben, Herr Kandidat, – ich bin überzeugt, daß der Erfüllung derselben von seiten der französischen Regierung keine Schwierigkeiten entgegengestellt werden, – ich werde Ihnen einen Offizier mitgeben, der Sie nach allen Quartieren der Emigration begleiten und Sie bei den Leuten einführen soll. Ich hoffe,« fuhr er fort, – »Sie teilen nicht die Ansicht, welche ich so oft in Briefen aus Hannover gefunden habe, daß die Emigranten hier – um ein scharfes Wort zu gebrauchen, – verwildert seien und ein wüstes Leben führen. Ich kann Sie versichern, daß alle diese jungen Leute – einzelne Ausnahmen gibt es ja immer – mit vollem Ernst die so schwierige Lage auffassen, in welcher sie sich befinden, und daß sie auch von der Religion und dem Gottesdienst sich nicht entfremdet haben. Die reformierten Geistlichen in den Provinzen haben sich ihrer mit Eifer und unermüdlicher Sorgfalt angenommen, und Sie werden bei den Emigranten vielleicht mehr sittlichen Ernst finden, als bei jungen Leuten ihres Alters unter gewöhnlichen und ruhigen Verhältnissen.«

»Es macht mich unendlich glücklich, dies zu hören,« sagte der Kandidat, die Hände auf dem Rande seines Hutes faltend, – »und ich werde mich um so mehr freuen, sie zu besuchen und in die Heimat die Kunde von dem sittlichen und geistlichen Wohlbefinden meiner armen, in der Verbannung lebenden Landsleute zu bringen. – Ich habe«, fuhr er dann fort, indem sein Blick forschend sich auf Herrn von Hartwig richtete, »an den Leutnant von Wendenstein Briefe und Grüße von den Seinigen zu überbringen, – wo kann ich ihn finden?«

»Wir haben ihn heute hier erwartet,« erwiderte Herr von Hartwig, – »doch ist er nicht gekommen, – er wird in seiner Wohnung sein –« »Wenn er nicht bei der schönen italienischen Marquise ist,« – sagte Herr von Götz lachend, – »ich sah ihn gestern mit ihr nach dem Bois de Boulogne fahren –«

»Eine brillante Erscheinung,« rief Herr von Mengersen, – »dieser Wendenstein hat wirklich ein ganz unvernünftiges Glück, – er hat es verstanden, sich hier den Aufenthalt angenehm zu machen!«

Ein scharfer Blick aus dem rasch aufgeschlagenen Auge des Kandidaten traf den Sprechenden, – es leuchtete wie ein Blitz triumphierender Freude in diesem Auge auf, – dann verhüllte sich sein Blick wieder unter den herabsinkenden Augenlidern und mit sanfter, ruhiger Stimme sprach er:

»Ich möchte Herrn von Wendenstein aufsuchen, – er wird erfreut sein, so bald als möglich Nachrichten von seinen Lieben aus der Heimat zu erhalten.«

»Er wohnt in der Straße Saint Lazare,« sagte Herr von Tschirschnitz, – »Mengersen wird Sie gewiß dorthin führen –«

»Mit Vergnügen«, sagte Herr von Mengersen, seinen Hut ergreifend.

»Ich hoffe, wir werden Sie heute noch wiedersehen,« sprach Herr von Hartwig, – »Sie können dann mit Herrn von Düring das Nähere wegen Ihrer Reise besprechen.«

Er begleitete den Kandidaten artig zur Tür und dieser stieg mit Herrn von Mengersen die Treppe hinab.


Der junge Herr von Wendenstein lag in einem leichten Morgenanzug auf dem Sofa seines einfach, aber elegant und geschmackvoll eingerichteten Salons.

Der junge Mann war bleich, ein leichter bläulicher Ring umgab seine Augen, – aber diese Augen schimmerten in feuchtem Glanz, und ein glücklich träumerisches Lächeln spielte um seinen Mund.

Er hielt in der Hand eine Photographie in Kabinettsformat, die ihn selbst darstellte auf einem kleinen Taburett, kniend zu den Füßen der Marchesa Pallanzoni, welche die Hand auf seine Schulter gelehnt hatte und lächelnd zu ihm herabblickte. Das Bild war von wunderbarer Ähnlichkeit und Wahrheit, die regelmäßig ausdrucksvollen Züge der jungen Frau waren in ihrer ganzen Reinheit und Schärfe wiedergegeben, ohne daß der zarte Schmelz verloren gegangen wäre, der wie ein duftiger Hauch auf ihrem Gesicht lag. Der Blick, mit welchem sie zu dem jungen Mann niedersah, war der einer Königin, die einen Pagen oder jungen Knappen mit ihrer Huld beglückt, während er in trunkener Begeisterung zu ihr emporblickte; – kein Maler hätte eine reizendere und anmutigere Gruppe komponieren können, als sie hier in dem naturgetreuen Abbild der Wirklichkeit sich darstellte, – hätten die Figuren das Kostüm vergangener Zeiten getragen, so hätte man glauben müssen, die dame des belles cousines und Jéhan de Saintré vor sich zu sehen.

Eine dunkle, zitternde Glut erfüllte das Auge des jungen Offiziers, als er dies Bild ansah, – die Erinnerung der Wirklichkeit durchdrang ihn bei dem Anblick und in tiefem Atemzug hob sich seine Brust.

Er warf das Bild auf den Tisch zurück und schloß die Augen.

»Welch ein Glück – welch eine berauschende Fülle von Seligkeit, von feuriger, sprühender Lust hat sich mir erschlossen,« sagte er leise mit einer Stimme, die wie ein glühender Hauch aus seinen brennenden Lippen hervordrang, – »wie sinkt mein ganzes früheres Leben zurück in blassen nebelhaften Schatten vor dem Licht, das mir aufgegangen ist!

»O,« rief er, die Arme in die Luft ausbreitend, – »diese Frau ist kein irdisches Weib, – sie ist ein Engel oder ein Dämon, – ein Dämon, der mich umgibt mit den hochaufschlagenden Flammen betäubender, fast schmerzlicher Wonne, – und dann wieder ein Engel, der meinen Geist frei und leicht emporhebt zu den lichten und reinen Höhen klaren Denkens und Empfindens! – Wie klein, – wie schwach, wie unbedeutend komme ich mir vor neben diesem hohen Geist und diesem starken Herzen in der zarten Gestalt, welche den Wundern der Märchenwelt ihre Schönheit entlehnt hat, – und doch, wie fühle ich auf der andern Seite mich groß und stolz, – wie fühle ich erst den wahren Wert männlicher Kraft in der Liebe eines solchen Weibes!« Er lag einige Augenblicke schweigend in stiller Träumerei.

Sein Diener trat ein und meldete Herrn von Mengersen, der ihm auf dem Fuße folgte.

Herr von Wendenstein sprang schnell empor, – der Ausdruck jähen Schreckens malte sich auf seinem tief erbleichenden Gesicht, als er hinter dem großen, schönen, jungen Garde-du-Corpsoffizier die kleine, etwas vornübergeneigte Gestalt des Kandidaten Behrmann eintreten sah, der mit einem einzigen, schnell umherzuckenden Blick das ganze Zimmer umfaßte.

Wie in unwillkürlicher Bewegung ließ Herr von Wendenstein ein Taschentuch über das auf dem Tische liegende Bild fallen, Herr von Mengersen bemerkte diese Bewegung nicht, – aus dem Auge des Kandidaten zuckte ein scharfer Blitz herüber, – aber ebenso schnell senkte er wieder den Blick und trat mit freundlichem Lächeln dem Sohne des Oberamtmanns entgegen, der ihn mit einem Anflug von verlegener Zurückhaltung die Hand reichte.

»Willkommen in Paris!« rief Herr von Wendenstein, – »was führt Sie hieher, Herr Kandidat? – wie sieht es in Blechow aus? – bringen Sie mir Nachrichten von den Meinigen?«

»Zuerst viele herzliche Grüße«, erwiderte der Kandidat, »von Ihrem Herrn Vater und Ihrer Frau Mutter, die ich vor meiner Abreise in Hannover gesehen, – sowie von meinem Oheim und meiner Cousine, – und dann diese Briefe –«

Er zog aus seiner Tasche zwei Briefe, welche der junge Mann schnell ergriff.

»Adieu, Wendenstein!« sagte Herr von Mengersen, – »auf Wiedersehen! – Ihr kommt mit uns zu Tisch zu Brébant?«

Herr von Wendenstein nickte bejahend, indem er auf die Adressen der Briefe blickte, welche er soeben erhalten, – Herr von Mengersen ging hinaus.

Der Kandidat beobachtete aufmerksam den jungen Mann, welcher den Brief, dessen Adresse die Handschrift Helenens zeigte, mit leicht zitternder Hand auf den Tisch legte und dann schnell das Kuvert öffnete, das die großen, kräftigen Schriftzüge seines Vaters trug.

Er durchflog die Zeilen und wendete sich dann zu dem Geistlichen.

»Alles ist, Gott sei Dank, wohl zu Hause!« sagte er, – »in Blechow hoffentlich ebenso.«

»Mein Onkel ist rüstig und gesund«, erwiderte der Kandidat, indem ein kaum bemerkbarer Seitenblick den Brief Helenens streifte, der uneröffnet auf dem Tische lag.

»– Und Helene?« – fragte Herr von Wendenstein mit etwas unsicherer Stimme, indem er die Augen niederschlug.

»Leider kann ich nicht dasselbe von meiner Cousine sagen,« sagte der Kandidat, indem er das Gesicht des jungen Offiziers scharf beobachtete, »sie war schon ein wenig leidend, als sie in Hannover im Hause Ihres Herrn Vaters sich aufhielt, – ein böser Husten stellte sich zuweilen ein, – man schob es auf die ungewohnte Stadtluft, – die Ärzte meinten dann, es käme von den Nerven, – von der Unruhe und den Sorgen, welche die Zeit mit sich bringt, und man verordnete ihr Luftveränderung und die tiefste Ruhe, – sie ist daher wieder zu ihrem Vater nach Blechow zurückgekehrt und lebt dort friedlich, still und ruhig in unserem kleinen Kreise, – aber die erwünschte Besserung in ihrem Befinden ist nicht eingetreten, – sie hat fortwährend mit dem heftigen Husten zu kämpfen, – der sie sichtlich angreift und ihre Kräfte erschöpft.«

Herr von Wendenstein hatte mit teilnehmendem Ausdruck, aber mit einer gewissen Zerstreutheit zugehört, – man hätte nach seinen Gesichtszügen eher glauben sollen, daß er Mitteilungen über das Befinden eines gleichgültigen Bekannten empfinge, – als über den leidenden Zustand einer geliebten Braut.

»Die arme Helene!« sagte er im Tone konventioneller Beileidsäußerung.

»Meine arme Cousine welkt sichtlich dahin,« fuhr der Kandidat fort, immer den scharf beobachtenden Blick auf den jungen Mann gerichtet, – »sie war so blühend und jugendfrisch, – man sollte glauben, daß sie in der kurzen Zeit um Jahre gealtert ist, – ihre Blicke sind matt und trübe, ihre Wangen und Lippen bleich geworden, – die Fülle ihrer Gestalt und die Elastizität ihrer Bewegungen sind verschwunden!«

Herr von Wendenstein seufzte tief auf, – wie unwillkürlich glitt sein Blick über das Taschentuch hin, welches das Bild der Marchesa verbarg.

»Arme – arme Helene!« sagte er nochmals in demselben Tone wie vorhin.

»Wenn diese unglücklichen Zustände noch lange dauern,« sagte der Kandidat, »so wird meine Cousine vor der Zeit altern, und wenn nicht bald der ersehnte Tag ihrer Verbindung mit Ihnen kommt, so wird sie schwer ihre frühere Gesundheit und Frische wieder erlangen!«

Herr von Wendenstein schwieg.

»Wo sind Sie abgestiegen, Herr Kandidat?« fragte er dann, das Gespräch abbrechend.

»Im Hotel de Bade am Boulevard des Italiens,« erwiderte der Kandidat Behrmann, – »ich möchte aber für die Tage meines Aufenthalts hier gern ein einfaches Hotel garni finden, um wohlfeiler zu leben, damit ich die Mittel, welche mir durch die Beiträge hannöverischer Patrioten zu Gebote stehen, nicht zu sehr in Anspruch nehme.«

»Ich kann Ihnen hier ganz in der Nähe ein vortreffliches und sehr wohlfeiles Hotel garni nachweisen,« sagte Herr von Wendenstein, – »erlauben Sie, daß ich Sie begleite, – konveniert Ihnen die Wohnung, so können Sie sogleich Ihre Sachen dorthin bringen lassen.«

»Sie sind zu gütig,« erwiderte der Kandidat, sich bescheiden verneigend, – »ich nehme mit Freuden die Unterstützung und den Rat eines mir so nahestehenden Landsmannes an.«

»Erlauben Sie, daß ich meine Toilette mache,« sagte Herr von Wendenstein, – »in wenig Augenblicken stehe ich zu Ihrer Verfügung.«

Er stand auf, – eine Sekunde blickte er wie zögernd auf das Taschentuch, – dann ging er schnell in das Nebenzimmer, indem er mit lauter Stimme seinen Diener rief, der alsbald eintrat und seinem Herrn folgte, um ihm bei seiner Toilette zu helfen.

Der Kandidat sah mit einem hämischen Lächeln auf den Brief Helenens, der noch immer uneröffnet auf dem Tische lag.

»Er hat ihren Brief nicht geöffnet,« flüsterte er, – »und die Nachricht von ihrem Leiden hat er mit einer Redensart gleichgültigen Bedauerns aufgenommen, – er hat sie vergessen, – andere Gedanken erfüllen ihn; – aber«, fuhr er mit finsterem Blicke fort, »wird sie es glauben? – sie vertraut felsenfest auf seine Liebe und Treue, – wenn sie hätte hier sein können, – wenn sie ihn gesehen und gehört hätte, – oder wenn ich ihr einen Beweis bringen könnte!«

Sein Blick haftete auf dem Taschentuch, das auf dem Tisch lag. »Er hat dort etwas verborgen – vielleicht –«

Er blickte scharf und spähend nach der Tür, welche, obgleich nur angelehnt, doch den Eingang nach dem Nebenzimmer vollständig verdeckte.

Mit einer raschen Bewegung, immer den Blick auf die Türe gerichtet, erhob er das Tuch, – er sah die darunter befindliche Photographie, – eine dämonische Freude zuckte über sein Gesicht.

»Ah!« rief er, das Auge starr auf die lebenswahre Gruppe gerichtet, – und leise fügte er hinzu: – »das würde ihr den Beweis liefern!«

Er ergriff das Bild und wollte es schnell in seine Tasche stecken.

»Nein,« sprach er dann mit dumpfer Stimme vor sich hin, – »das geht nicht – er würde es sogleich vermissen.«

Er sah einen Augenblick nachdenkend zu Boden.

Endlich schien ein Gedanke in ihm aufzutauchen.

Er wendete das Bild um und las auf der Rückseite: »Mulnier, Boulevard des Italiens.« –

Sein Blick schweifte forschend über den Tisch hin.

Neben dem Bilde lag ein Visitenkartenetui von rotem Leder. Rasch öffnete er dasselbe, – nahm eine Karte heraus und steckte sie zu sich. Dann deckte er das Tuch wieder über das Bild und lehnte sich in seinen Stuhl zurück, indem ein kaltes Lächeln um seine Lippen spielte.

»Diesem Beweis wird sie glauben müssen,« sagte er fast unhörbar vor sich hin, – »ihr Stolz wird es nicht zulassen, eine Verbindung fortzusetzen mit dem Manne, der ihr Vertrauen so getäuscht. – Aber,« sagte er nach einem kurzen Nachdenken, – »wird sie diesen Schlag überstehen? – ihre Gesundheit ist angegriffen, – es wird sie tief erschüttern, – denn sie liebt ihn,« flüsterte er, die dünnen Lippen mit grimmigem Ausdruck aufeinander pressend, – »sie liebt ihn mit törichter Leidenschaft; – nun,« sprach er nach einem Augenblick, – »immerhin wird sie die Meine werden, – oder, – ich bin ja doch der einzige Verwandte meines Oheims –«

Mit starrem, unbeweglichem Ausdruck vor sich hinblickend, verfolgte er schweigend seine Gedanken weiter.

Herr von Wendenstein trat in elegantem Sommeranzug aus dem Nebenzimmer.

»Ich stehe zu Ihrer Verfügung, Herr Kandidat«, sprach er, – nahm mit gleichgültiger Bewegung schnell die Briefe und das Bild, das er rasch umwendete, indem er es unter dem Taschentuch hervorzog, und verschloß alles in einem Schubfach seines Schreibtisches.

Der Kandidat, dessen Gesicht bei dem Eintritt des Herrn von Wendenstein seinen freundlich milden und bescheidenen Ausdruck wieder angenommen hatte, erhob sich, nahm seinen Hut und verließ mit dem jungen Manne das Haus.


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