Julius Stinde
Die Familie Buchholz. Aus dem Leben der Hauptstadt
Julius Stinde

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Ein magnetischer Thee.

Glauben Sie daran, oder glauben Sie nicht daran . . . ich meine nämlich an den menschlichen Magnetismus?

Sie wissen, ich bin für die Aufklärung und deshalb sagte ich immer: es ist Nichts mit dem menschlichen Magnetismus, denn die Wissenschaft verleugnet ihn, wie man stets liest. Vor Kurzem hatte ich aber einen Traum, in dem ich deutlich meine Tante aus Bützow sah. Vier Wochen später lag sie auf der Bahre. Wie soll man sich das erklären?

Ich erzählte Onkel Fritz meinen Traum, als wir die Nachricht bekamen, daß die Tante gestorben sei und wir als die nächsten Verwandten erben würden, und erwartete, daß er mich auslachen würde, weil er ja leider über Alles spottet, allein er wurde ganz nachdenklich und sagte: »Siehst Du, Wilhelmine, endlich kommst Du zu der Ueberzeugung, daß es wirklich Wunder und Geheimnisse in der Natur und dem menschlichen Leben giebt. Von jetzt an wirst Du daher nicht mehr über meine Besuche bei Kuleckes zanken, wo wir einen kleinen magnetischen Zirkel konstituirt haben.«

»Fritz, der Magnet, der Dich nach Kuleckes zieht, ist die Tochter des Hauses. Wir erben nun einen hübschen Posten und Kuleckes sind deshalb kein Umgang für uns. Man muß auch etwas auf seine Familie halten.« – Er sah mich hierauf mit einem sonderbaren Blicke an und sagte: »Du urtheilst, wie Du es verstehst, Wilhelmine. Es giebt eine geheimnißvolle Macht, die den Menschen beherrscht, der er folgen muß, ob er will oder nicht.« – »Dies glaubst Du wirklich, Fritz?« – »Gewiß!« antwortete er so ernst, daß ich nicht wußte, was ich von ihm denken sollte. – »Fritz!« fragte ich deshalb, »hast Du selbst schon solchen Spuk erlebt?« – »Ja!« erwiderte er hohl. – »Um Gotteswillen, Fritz, Du machst mich ganz ängstlich. Sehen möchte ich freilich selbst einmal, was eigentlich daran ist.« – »Morgen Abend sind Bergfeldts und Krauses bei Euch, ich werde einen magnetische Sitzung arrangiren die Dich von der geheimnißvollen Kraft überzeugen soll.« – »Aber die Kulecke kommt mir nicht ins Haus!« – »'s geht auch ohne ihr!« lachte er mit einem Male auf und ging, ohne über diesen Verstoß gegen die Orthographie zu erröthen, von dannen.

Nun theilte ich den Kindern mit, daß wir am Abend des andern Tages einen magnetischen Thee haben würden. Emmi freute sich ungemein, allein Betti wurde leichenblaß und rief: »Nein, Mama, thue das nicht, wir werden Alle schrecklich unglücklich werden!« – »Aber, Betti?« – »O, Mama, glaube mir . . . .!« – »Kind, was hast Du? Du bist in der letzten Zeit überhaupt nicht mehr die alte. Du redest nicht, Du lachst nicht, Du spielst immer nur traurige Stücke auf dem Klavier und vorgestern, als wir Dein Leibgericht hatten, Quetschkartoffeln mit Bratwurst, hast Du nur einen Teller voll gegessen. Was soll das bedeuten, Betti?« – »Ich hatte Kopfschmerzen,« antwortete sie. – »Das kommt vom vielen Studiren,« sagte ich. »Müßt Ihr denn immer noch Aufsätze schreiben?« – »Ja!« – »Welches Thema hast Du zuletzt gehabt?« – »Wir mußten untersuchen: Ob Richard der Dritte ein guter Mensch geworden wäre, wenn er andere Eltern gehabt hätte,« antwortete Betti. – »Ich will mit Papa reden, ob es nicht besser ist, daß Ihr den Besuch der höheren Fortbildungsschule für Töchter aufgebt. Heute Nachmittag wollen wir Spritzgebackenes für morgen Abend machen und zwar ein bischen viel; es pflegt selten zu reichen, wenn Bergfeldtens da sind!« – »O. Mama, Du hast Dich doch wieder mit Bergfeldtens vertragen!« – »Nun ja, aber so ganz angenehm ist mir die Familie deshalb doch nicht. Überdies erben wir jetzt von der Tante und womit wird der Abstand zwischen uns und Bergfeldts nur um so größer. Die Leute müssen sich erbärmlich einschränken, wenn sie 'rum kommen wollen.«

Die Töchter halfen mit in der Küche. Betti bekam wieder Kopfschmerzen, so daß ich es für gerathen hielt, Beide ins Freie zu schicken, damit Betti sich auf einem Spaziergange in der Luft erholen möchte. Ich meinte es gut, aber wie sich hernach herausstellte, war es unverzeihlicher Fehler von mir gewesen, gerade an diesem Tage Betti aus meinen Augen zu lassen.

Am anderen Abend trafen Krauses und Bergfeldts bei uns ein; fünfe alleine von Bergfeldts, nämlich: Er und Sie, Auguste mit ihrem Bräutigam, und Emil, der Sohn. Nun, ich war ja mit der nöthigen Menge Gebäck versehen.. – »Wo ist Betti?« fragte ich Emmi, als ich bemerkte, daß meine Älteste fehlte. – »Sie will nicht kommen,« sagte Emmi. – »Laß mich mit ihr reden,« bat Onkel Fritz, »sie fürchtet sich vor dem Magnetismus.« – Nach einiger Zeit kam er mit Betti auch richtig an. Du meine Güte, wie sah das Kind aus! Die Augen waren verweint, die Wangen ohne Farbe und dabei beberte sie sichtlich. Morgen schicke ich zu Doktor Wrenzchen, dachte ich, denn dies ist mehr als äußerlich, das Kind muß krank sein. Betti begrüßte die Anwesenden. Erst Krauses, die ja auch mehr sind als Bergfeldts, und dann Madame Bergfeldt, der sie um den Hals fiel und einen Kuß gab. Dies war mir in der That etwas sehr auffällig. Onkel Fritz machte ein merkwürdig vergnügtes Gesicht, als er mein Erstaunen über diese Familiarität wahrnahm. Nun wurde der Thee gereicht. Betti, Emmi und Bergfeldt's Auguste servirten. Die Eine den Thee, die andere Sahne und Zucker und die Dritte das Spritzgebackene, das denn auch Alle sehr lobten. (Es war freilich ein wenig klietschig gerathen, weil ich beim Backen meine Aufmerksamkeit zwischen Betti und dem Schmalzkessel theilen mußte, aber es war doch gut von Gewürz.)

Die Herren fingen nun ein sehr lehrreiches Gespräch über den menschlichen Magnetismus an. Onkel Fritz war dafür, Herr Krause halb, Herr Bergfeldt dagegen und mein Karl trank Bier dazu. Onkel Fritz erzählte, daß die Professoren aus Breslau, als sie zum Besuch in Berlin gewesen waren, auf der Charité durch bloßes Handauflegen einen Droschkenkutscher dahin gebracht hätten, daß er den Anfang vom Homer auf Griechisch gesprochen habe, worauf Herr Krause meinte, daß er dies doch als Lehrer bezweifeln müsse. Onkel Fritz aber holte die Bücher herbei, welche die Professoren geschrieben haben. Es standen wunderbare Sachen darin, wie man durch Hypnotismus einen Menschen dahin bringen könne, daß er Alles thun müsse, was der Magnetiseur wolle: auf einem Stuhl reiten und glauben, er säße auf einem Pferde, Bindfaden verschlingen und meinen, es wären Neunaugen, Bitterwasser trinken und es für Champagner halten. – »Na,« rief die Bergfeldt, »wenn ihm das man gut bekömmt!« – Herr Krause sagte, er glaube nicht eher daran, als bis er Thatsachen sähe, und ich warf meinen Traum von der Tante aus Bützow dazwischen, um Bergfeldts anzudeuten, daß die Verstorbene einen anständigen Posten nachgelassen habe. Onkel Fritz fing jedoch an, sich mit Herrn Bergfeldt zu streiten, und machte den Vorschlag, selbst einige Experimente auszuführen, um die Zweifler zu überzeugen.

Wir waren Alle sehr gespannt, was wohl kommen würde. Zuerst bat er nun Bergfeldtens Auguste, einen Augenblick ins Nebenzimmer zu gehen, und fragte uns, nachdem sie sich entfernt hatte, was sie thun solle. Wir kamen überein, sie möchte das Album aufschlagen und auf meines Mannes Photographie mit dem Finger tippen. Onkel Fritz rief sie wieder herein, verband ihr die Augen und stellte sich hinter sie, indem er mit beiden Händen ihre Schulter berührte. Auguste stand eine Zeitlang ganz ruhig. Dann mit einem Male schritt sie auf den Tisch zu, nahm das Album, blätterte um und deutete mit dem Finger auf eine Photographie. Es war nun gerade nicht mein Karl, sondern sein verstorbener Freund Ringelmeier, aber überraschend war die Sache doch, zumal die Bergfeldt versicherte, daß ihre Auguste neulich das vorherbestimmte Bild richtig getroffen habe. Herr Krause fand nichts Übernatürliches an dem Experiment, worauf Auguste erklärte, sie wäre nicht recht disponirt, wogegen Betti ein ausgezeichnetes Medium sei.

»Meine Betti?« rief ich erstaunt. – »Die Kinder haben in der letzten Zeit öfters Magnetismus gespielt,« sagte die Bergfeldten. – »Davon weiß ich ja aber gar nichts.« – »Du weißt Manches nicht!« entgegnete Onkel Fritz. »Bist Du bereit, Betti?« – Betti antwortete nicht, sie saß da wie ein Geist. – »Hast Du keinen Muth? Du weißt, es muß sein!« – Betti erhob sich und ging wie eine Nachtwandelnde ins Nebenzimmer. Auguste Bergfeldt folgte ihr. – »Nun, Wilhelmine, stelle Du eine Aufgabe!« – »Mir fällt gerade nichts ein!« antwortete ich. – »Soll sie das Liebste, was sie auf Erden hat, umarmen und küssen?« fragte Onkel Fritz. – »Meinetwegen, es kommt mir auf eine Umarmung nicht an,« war meine Antwort. Betti kam wieder. Onkel Fritz verband ihr die Augen. Eine geraume Zeit zögerte Betti, dann schritt sie vorwärts, ich breitete schon die Arme aus, allein sie wandte sich nach der anderen Seite und ging direkt auf einen jungen Menschen zu, der erregt auf sie blickte und dem sie in die Arme sank. Es war Bergfeldt's Emil, der ihr rasch die Binde von den Augen nahm und sie küßte. – »Dies geht mir doch über den Spaß!« rief ich und sprang auf. »Karl, kannst Du so etwas dulden?« – »Nur nicht heftig,« sagte Onkel Fritz und hielt mich zurück, »die beiden jungen Leutchen sind längst miteinander einig. Sie lieben sich und damit Punktum.«

»O bewahre, ich habe auch noch ein Wort mitzureden. Und Du, Karl, Du sagst gar nichts?« – »Ich bin damit einverstanden,« antwortete mein Mann ruhig. – »Unmöglich! jetzt, wo wir geerbt haben?« – »Gerade deshalb,« sagte Karl. »Hast Du denn nicht bemerkt, wie unser Kind in der letzten Zeit gelitten hat, daß es dahinschwand wie ein Schatten?« – »Nun ja!« – »Der Kampf zwischen Pflicht und Liebe war es, der sie elend machte. Betti hatte nicht den Muth, Dir zu sagen, daß sie Bergfeldt's Emil liebte..« – »Hat sie es Dir denn gestanden?« – »Nein, aber ich habe gemerkt, was vorging!« unterbrach mich Onkel Fritz, »und bat meinen Schwager, mir es zu überlassen, Dir Mittheilung davon zu machen. Wie du siehst, ist dies auf magnetischem Wege geschehen.« – »Ich habe andere Partien für meine Töchter in Aussicht, sie können in die ersten Kreise kommen.« – »Und unglücklich werden,« warf mein Karl bitter ein. »Wilhelmine, als wir jung waren, dachten wir da an Rang und Stand? Hättest Du von mir gelassen, wenn ein vornehmer Mann gekommen wäre, um Dich mir zu entreißen?« – Ich mußte zurückdenken an die selige Zeit, wo ich nicht anders konnte, als ihn, den einen zu lieben, der es mir wie mit aller Macht angethan hatte. Ach ich glaubte ja immer noch, meine beiden Töchter seien Kinder, und dachte nicht daran, daß auch sie einst wählen würden, wie das Herz gebietet, dachte nicht, daß die Zeit jetzt schon gekommen sei. »Betti!« rief ich. Sie kam zu mir, umschlang mich und wollte vor Weinen vergehen. »Du hattest kein Vertrauen zu mir, mein Kind, kein Vertrauen zu Deiner Mutter?« – »Mama,« schluchzte sie, »ich wollte Dir nicht wehe thun. Ich wußte, daß Du meine Liebe nicht billigst . . . aber ich konnte es Dir nicht sagen, daß ich liebte!« – »Die geheimnißvolle Macht, die den Menschen beherrscht, der er folgen muß, ob er will oder nicht, das ist die Liebe, Wilhelmine,« sagte Onkel Fritz. – »Schon die Griechen nannten Eros den Allbezwinger,« schaltete Herr Krause ein.

Mir kehrte die Ruhe wieder zurück. Ich führte Betti auf ihr Zimmer und sagte, daß ich ohne Weiteres meine Einwilligung nicht geben werde und mich überhaupt durch Onkel Fritz' Komödie nicht einschüchtern ließe. Den übrigen Herrschaften theilte ich mit, daß das Ganze ein Scherz von Onkel Fritz sei, der uns an den menschlichen Magnetismus glauben machen wollte, und daß deshalb von ernsten Verlobungen keine Rede sein könne. Mein Karl war hierüber sehr unwillig. Die Bergfeldten sagte: »Liebe Frau Buchholz, die Kinder können ja noch warten; mein Emil hat noch Zeit.« – »Sehr viele,« entgegnete ich trocken. – »Wenn Sie nicht immer gleich so aufbullerten, hätten wir längst über die Sache reden können,« zischelte die Bergfeldten. – »Also Sie sind auch mit in dem Komplot?« – »Gestern Nachmittag hatten wir noch einmal Konferenz, weil Herr Fritz meinte, auf vernünftige Weise sei Ihnen nicht beizukommen; ich bin sonst mehr für das Naturgemäße!« – Ich war wie erstarrt. Also gestern, während ich Spritzgebackenes für diese Natternbrut buk, war Betti bei ihnen und verschwor sich gegen die eigene Mutter. Alle wußten von dem Komplot, nur ich nicht. – Ich schlug eine gräßliche Lache auf. »Nun kriegt sie Krämpfe!« sagte die Bergfeldten, »man muß ihr die Daumen halten.« – »Nein!« rief ich, »so schwach bin ich nicht. Aber sehen will ich, wer mich zwingt, nachzugeben. Aus der ganzen Sache wird nichts und wenn Ihr Herr Emil sich vor meinen sichtlichen Augen die Pulsadern aufschneidet.« – »Wilhelmine, Du bist außer Dir!« rief mein Karl. – »Ich bin so ruhig wie nie . . . aber übertölpeln laß' ich mich nicht! Fritz kann seinen Unsinn bei Kuleckes und anderen Leuten treiben, in meinem Hause verbitte ich mir dergleichen.«

Krauses hatten sich bereits, ohne Adieu zu sagen, nach Hause begeben und Bergfeldtens brachen nun auch auf. Fritz wollte mit mir reden, allein ich würdigte ihn keiner Antwort. Gerade als sie gingen, kam Emmi und meldete, der Braten sei gar. Niemand wollte bleiben. Mein Karl hatte auch seinen Ueberzieher angezogen und sagte, daß er mit Bergfeldts gehen und erst später wiederkommen werde, wenn ich ruhig geworden sei. – Und ich war so ruhig!

Als alle fort waren, weinte ich mich erst tüchtig aus, dann ging ich zu meiner Ältesten. Sie hatte sich ins Bett gelegt und blickte mich so wehmüthig an, als ich mich zu ihr setzte, daß mein Herz sich ordentlich zusammenzog. – »Vergieb,« bat sie, »ich hätte Dir Alles sagen müssen, nur Dir allein.« – »Du bist noch ein Kind,« wollte ich antworten, aber, war sie denn noch ein Kind? Ihre schönen vollen Haare waren aufgegangen und umrahmten das Gesicht, auf dem ein Ernst lag, den Kinder nicht kennen. Sie war aufgeblüht wie eine schwellende Knospe . . . ich hatte es bisher nur nicht gemerkt. – »Und Du hast ihn lieb?« – »Ja!« flüsterte sie. – »Liebst Du ihn mehr als mich?« – Sie schwieg. – Da wußte ich, daß ich mein Kind verloren hatte, daß es einem Anderen mit seinem ganzen Sein angehörte. Wie unaussprechlich weh das that!

Ich beugte mich zu Betti herab und umschlang sie heiß und innig. »Du sollst glücklich werden, glücklich wie ich es einst war. Zwar träumte ich, Du könntest wohl die Gattin eines hochgestellten Mannes werden, aber bin ich nicht glücklich bis auf den heutigen Tag in unseren einfachen Kreisen gewesen? Nein, mein Kind, ich will nicht , daß Du liebeleer zwischen geschnitzten Möbeln sitzen sollst und hinter den seidenen Gardinen der Winter im Sommer lauert und auf Deiner Equipage der Abscheu gegen Deinen gezwungenen Gatten als Bedienter hockt. Ich liebe Dich doch mehr, als Du glaubst.« – Da schmiegte sie sich an mich und war wieder mein Kind und lächelte mir zu und sprach: »Ich liebe Euch Beide, Dich und ihn, und Du wirst ihn auch lieben, wie Du mich liebst.« – Konnte ich da anders?

Ich rief Emmi. »Bringe einige Schnitte von dem Braten, warum soll er umkommen? Wenn wir Verlobung feiern, giebts Rehrücken.« – »ist denn Verlobung?« fragte Emmi. – »Geh zu Bett, Du bist noch zu dumm!« – Und so blieb ich und wachte bei meiner Betti; hin und wieder sah ich aus dem Fenster nach meinem Karl. – Draußen war Frühlingsnacht, Westwind war aufgekommen, es wehte stürmisch. Endlich kam mein Mann. »Nun?« fragte er. – »Karl, sie schläft. Morgen, wenn der Sturm sich gelegt hat, ist Sonnenschein.« –


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