Gottfried Keller
Das Tagebuch und das Traumbuch
Gottfried Keller

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Den 10. August

Das zweite Sonett an Herwegh gemacht; ein altes Lied geendigt und ein neues angefangen; Gedichte ins Reine geschrieben, weidlich geraucht und große Unruhe und Unbehaglichkeit empfunden. Die Sache ergreift mich an allen Fibern. Ob sich wohl meine äußerlichen und ökonomischen Hundstage in innerliche, geistige Gewittertage verwandeln werden? Irgend etwas wird mich mein ganzes Leben hindurch peinigen, und vielleicht alles zusammen! Komme, was da wolle!


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