Ludwig Fulda
Melodien
Ludwig Fulda

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Verlöbnis

        Du meine Braut!
O süßer Laut,
Der meinen Lippen entklungen!
Was ganz mich erfüllt,
Nun hab' ich's enthüllt;
Sonst wäre das Herz mir gesprungen.

Du saßest so bleich,
So schmerzenreich
Vor mir mit gefalteten Händen:
Da wußt' ich gut,
Es könne die Glut
Nur mit dem Leben noch enden.

Dein bin ich, dein,
Mein bist du, mein;
Nichts kann uns trennen und scheiden!
Was glücklicher Wahn
Nur halb getan,
Hat mächtig vollendet das Leiden.

O sei nur getrost!
Dich hab' ich erlost;
Dich will ich hegen und halten,
Will liebeswarm
Mit rüstigem Arm
Das sonnigste Glück dir gestalten.

Mein bleiches Lieb,
Aufblühend gib
Dem Leben neues Vertrauen;
Nicht mehr allein,
Wir wollen zu zwein
Die Zukunft zimmern und bauen.

Komm, stütze dich
Recht fest auf mich,
Bis deine Schwäche geschwunden.
Du meine Braut!
Der süße Laut,
Läßt der dich nicht gesunden?

 

 


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