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Eugenie Schaeuffelen

Vorwort.

Indem ich die nachstehenden Tagebuchblätter dem Druck übergebe, dünkt es mich vermessen, so eingehend über eine Reise zu berichten, die weder in Einsicht auf ihr Ziel noch auf ihre Durchführung irgendwie von derjenigen des »Globetrotters« abwich. Die Ermunterung und das freundliche Interesse eines engeren Freundeskreises mögen die Verantwortung dafür tragen.

Wir haben kein neues Land, keine neue Schlangen-, Ameisen- oder Pflanzenart gefunden! Wir haben für die Nachwelt nichts getan, haben nur dem Reiz des Augenblicks gelebt. Indessen, diesen Zauber schildern, die fremdartige Pracht Indiens und die paradiesische Herrlichkeit Ceylons darstellen zu wollen, ist für eine so ungewandte Feder, wie die meinige, schon ein kühnes Unterfangen. Auch erheben diese Aufzeichnungen, die unter dem unmittelbaren Eindruck des Tages entstanden sind, keinen andern Anspruch, als den der einfachen Erzählung unseres Lebens und Erlebens.

Möchte es mir gelingen, ein weniges von der Freude, welche mir die Erinnerung an die Reise gewährt, meinen Freunden mitteilen zu können. Das ist mein ganzes Vorhaben.

Juni 1906.


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